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Leserbrief: «Eine volle Kirche»

Leserbrief. Pfarrer Urs Ramsauer blickt zurück auf die schönen Erfahrungen am Bettagsonntag.

Eine volle Kirche erlebten wir am letzten Bettagsonntag. Ich war beeindruckt, wie viele der Christen der Katholiken, Reformierten und Methodisten den Weg in die Kirche am Platz fanden. Das herzliche Zusammenwirken der drei Konfessionen hier in Herisau erlebe ich als etwas ganz schönes. Viele Leute von Herisau nahmen sich die Zeit, sich zu besinnen. Ich selber durfte als Freikirchler in der Predigt auf die Wichtigkeit der Stille und des Hörens auf Gott hinweisen.

Dies ermöglicht es uns letztlich, dass wir nicht auslaugen und zudem als Menschen ein Feingefühl für Gott und die Menschen und deren Nöte entwickeln dürfen. Diese Stille und ebenso das ehrliche Nachdenken über dem eigenen Leben vor Jesus Christus helfen uns Kraft und Mut zu schöpfen um im Alltag und der Politik dann wieder besser zu handeln und zu wirken.

Dass dieses Mal auch von der Regierung die Gemeinde- und Kantonsrätin Ursula Rütsche-Fässler ein Wort an die Gottesdienstbesucher richtete, passte sehr gut in die Feier hinein. Sie erzählte vom Ringen in der Familienpolitik. Als sie dann erwähnte, dass vorerst konfessionell eigene Bettage gefeiert wurden und erst später der erste gemeinsame Bettag der Kirchen beschlossen wurde, dachte ich so: «Wie schön, dass dieses gemeinsame Suchen nach unserem Gott und Jesus Christus heute an verschiedenen Punkten in Herisau möglich ist!»

Natürlich gibt es unter einzelnen Laien zum Teil noch Vorbehalte, doch unter den Pfarrern und Seelsorger der Methodisten, Reformierten und Katholiken ist ein herzliches und einander achtendes Miteinander möglich. Ich für mich sage dazu: «Das ist für mich ein Geschenk von unserem Gott! Darüber freue ich mich, dass wir so miteinander als verschiedene Kirchen, Christen und Pfarrern unseren Gott suchen und finden können.» Da der Gott der Bibel viel grösser ist, als wir je verstehen werden, können viel voneinander lernen.

Das Akkordonorchster Gossau-Herisau brachte mit seinen leisen aber auch lauten Tönen eine schöne Farbe in das Feiern hinein. Ein eindrücklicher Moment bot dann das gemeinsame Abendmahl. Der fast nicht enden wollende Zustrom von Christen, die vom Brot und den Kelch entgegennahmen und sich von Christus einen Neuanfang durch die Vergebung Jesu am Kreuz schenken liessen, bewegte viele Menschen an diesem Gottesdienst.

Auf diesem Wege möchte ich allen Mitwirkenden, den Musikannten, dem Kollegen Pfarrer Mark Hampton und der Kollegin und Seelsorgerin Iris Schmid Hochreutener, der Gemeinderätin Ursula Rütsche auch dem Siegristenehepaar Künzle und den Mitarbeitern in den Kinderprogrammen herzlich für ihren guten und wohltuenden Einsatz danken! Vergelts Gott!

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 22.09.2008 - 10:39:00