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«Leistungsbilanz der FdP und Parteilosen»

Leserbrief. Edgar Bischof, Kantonsrat Teufen, äussert sich zur Leistungsbilanz der FdP und Parteilosen.

In unserem Kantonsrat besitzen die FdP und die Parteillosen seit Jahrzehnten über 75 Prozent aller Sitze. Sie alleine bestimmen die Geschicke unseres Kantons seit jeher. Die Machtbewahrer von FdP und Parteilosen wehren sich mit aller Kraft gegen ein faires Wahlsystem für den Kantonsrat mit dem Argument unser Kanton funktioniert mit dem Majorz hervorragen.

Schauen wir jedoch die Leistungsbilanz der vergangenen Jahre etwas genauer an, stellen wir fest, dass unser Kanton im Vergleich zu allen anderen Kantonen zu den grossen Verlieren zählt. Dank Filz und Schonklima besitzen wir keine eigene Kantonalbank mehr, die Landsgemeinde wurde abgeschafft, das Volkseinkommen ist seit Jahren rückläufig und der Bevölkerungsrückgang ist überall deutlich spürbar. Unser Kanton hat in der Folge seit fünf Jahren nur noch einen Vertreter im Nationalrat.

Reine Machterhaltung der FdP und Parteilosen, ohne gerechte Einbindung aller politischen Kräften, bringt uns nicht weiter. All diejenigen Parteilosen Kantonsräte, die sich seit Jahren nie zu Wort melden, können nur schwerlich als Gemeindevertreter oder Persönlichkeiten mit Einfluss bezeichnet werden. In Zukunft soll eine faire und gerechte Zusammensetzung im Kantonrat sein, die aus verschiedenen Blickwinkeln kritisch alle Probleme beleuchtet und hinterfragt. Sich weiterhin Stumm der Mehrheit anschliessen, ist zwar harmonisch und einfach, hilft aber nicht wirklich unseren Kanton weiter zu entwickeln.

Wer 20 Prozent der Stimmen holt, soll auch 20 Prozent der Sitze im Kantonsrat bekommen. Nur im Proporz können alle Bevölkerungsschichten fair eingebunden werden. Ich stimme am 1. Juni mit Überzeugung Ja zum Proporz.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 30.04.2008 - 11:11:00