Lehrplan 21: Positive Rückmeldung auf Bericht
St.Gallen. Der Erziehungsrat hat eine positive Rückmeldung zur Vernehmlassung des Grundlagenberichtes eingereicht und beschlossen, an der Erarbeitung des Lehrplans 21 mitzuarbeiten.
Der Entscheid basiert auf einer kantonsinternen Vernehmlassung zu einem Vorschlag für einen gemeinsamen Lehrplan sämtlicher Deutschschweizer Kantone. Gemäss Vernehmlassungsvorlage wird sich der geplante Lehrplan weitgehend mit dem aktuellen st.gallischen Lehrplan der Volksschule decken.
Erstmals soll ein gemeinsamer Lehrplan für alle 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone entstehen. Der neue Lehrplan soll die Ziele und Inhalte für den Unterricht an der Volksschule vereinheitlichen und damit einen wichtigen Beitrag zur Harmonisierung der obligatorischen Schule leisten. In Anlehnung an das 21. Jahrhundert und die 21 Projektkantone heisst er Lehrplan 21. Der ausformulierte Lehrplan, wird voraussichtlich ab 2014 zur Verfügung stehen.
Breite Vernehmlassung
Der Erziehungsrat des Kantons St.Gallen hat den Bericht zu den Grundlagen für den Lehrplan 21 in eine breite kantonsinterne Vernehmlassung bei den schulischen Verbänden und Kommissionen sowie bei den im Kantonsrat vertretenen Parteien gegeben. Dieser Bericht enthält Grundsätze zum Lehrplan, umschreibt die Fachbereiche und macht einen Vorschlag zur Verteilung der Zeit. Die Vernehmlassung zum Grundsatzbericht hat einen regen Zulauf gefunden. Das Konzept für die Erarbeitung des künftigen Lehrplans wird weitgehend positiv beurteilt. Einwände beziehen sich in der Regel auf Einzelthemen und betreffen nicht das Vorhaben als Ganzes.
St.Galler Lehrplan als Vorbild
Die positive Beurteilung lässt sich damit erklären, dass der Kanton St.Gallen bereits heute einen für andere Kantone vorbildhaften Lehrplan besitzt. So entspricht z.B. die Aufteilung des Lehrplans in Fachbereiche und die Zusammenfassung von «Fächern» zu «Fachbereichen» weitgehend dem, was sich im Kanton St.Gallen seit 1997 bewährt hat. Das Konzept sieht vor, überfachliche Kompetenzen zu definieren, was sich weitgehend mit dem Ist-Zustand im st.gallischen Lehrplan 97 deckt. Die Gliederung erfolgt in personale, soziale und methodische Kompetenzen. Unterstützt wird auch die Festlegung von überfachlichen Themen als Ergänzung zu den Fachbereichen.
Laut dem im Kanton St.Gallen rechtskräftigen HarmoS-Konkordat sind die Lehrpläne der Kantone auf sprachregionaler Ebene zu harmonisieren. Die kantonsinterne, positiv verlaufene Vernehmlassung zeigt, dass die vorliegenden Grundlagen für den Lehrplan aus Sicht des Kantons St.Gallen geeignet sind, den Auftrag des HarmoS-Konkordats zu erfüllen.
Aktive St.Galler Mitarbeit
Der Kanton St.Gallen wird bei der Entwicklung des sprachregionalen Lehrplans mit aktiven Lehrpersonen, welche über Lehrplanerfahrung verfügen sowie mit Fachdidaktikern der Pädagogischen Hochschule mitwirken und sich einbringen. Damit soll sichergestellt werden, dass die positiven Erfahrungen mit dem st.gallischen Lehrplan in den neuen sprachregionalen Lehrplan einfliessen können.
Trotz Mitwirkung bei der Erarbeitung bleibt noch offen, ob und wie der Kanton St.Gallen den künftigen regionalen Lehrplan umsetzen wird. Der Entscheid wird nach Vorliegen des Lehrplanentwurfs und nach einer erneuten breit angelegten Vernehmlassung gefällt.



























