
Leckes Fass verursachte Grosseinsatz
Aarau/AG. Beim Güterumschlag auf einem Bahnverlade-Terminal trat aus einem lecken 200 Liter Fass eine Flüssigkeit aus.
Beim Güterumschlag auf einem Bahnverlade-Terminal trat aus einem lecken 200 Liter Fass eine Flüssigkeit aus. Mit starken Kräften sicherten Polizei und Feuerwehr das Gelände ab. Sechs Personen klagten über Atembeschwerden und wurden zur Kontrolle ins Spital gebracht.
Auf dem Gelände des Hupac-Cargo Centers an der Rohrerstrasse bemerkten Angestellte am Montag, 7. September 2009, um 11.13 Uhr, dass aus einem Container eine noch unbekannte Flüssigkeit austrat. Bereits klagten mehrere Personen über Unwohlsein. Die Angestellten alarmierten die Kantonspolizei und die sofort aufgebotene Feuerwehr Aarau sperrte weiträumig ab und legte eine Wasserwand. Zum Einsatz kamen die Feuerwehren Aarau, Buchs, Chemiewehr Siegfried Zofingen sowie ein Löschzug der SBB.
Aus Sicherheitsgründen wurde die Rohrerstrasse gesperrt und ca. 20 Personen aus 7 Wohnhäusern evakuiert. Rund 150 Personen wurden aus dem ehemaligen Cargo-Gebäude (Rohrerstrasse 100 & 102), in welchem diverse Geschäfte eingemietet sind, evakuiert.
Der Container kam heute morgen um 10:31 Uhr von Genf in Aarau an und sollte nach Antwerpen umgeladen werden. Dabei wurde die auslaufende Flüssigkeit entdeckt.
In aufwendiger Arbeit konnte der Container durch die Feuerwehr geöffnet und die 419 Gebinde kontrolliert werden. Die kontaminierten Paletten und Gebinde wurden in einen Zisternenwagen der SBB und die restlichen in einen neuen Container umgeladen.
Dabei konnte ein 200 Liter Fass mit dem Hinweis „UN 3082“ entdeckt werden, welches beschädigt war und aus welchem die Flüssigkeit der Giftklasse 9 auslief. Die ersten Ermittlungen ergaben, dass es sich um einen aromatisierten Stoff zur Parfumherstellung handeln könnte.
Der Zugsverkehr war durch den Unfall nicht beeinträchtigt, jedoch war der ganze Containerverkehr während Stunden lahmgelegt. Es konnte auf dem Areal weder ab- noch aufgeladen werden.
Die 6 Mitarbeiter der SBB/Hupac konnten nach einer ersten Kontrolle das Spital wieder verlassen. Im Verlauf des Nachmittags klagten auch zwei Polizisten und zwei Feuerwehrmänner noch über Atembeschwerden und wurden ärztlich überprüft.