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Längere Öffnungszeiten bringen höhere Umsätze

Ostschweiz. Das Geschäftsjahr 2008 ist in der zehnjährigen Geschichte der Migros das erfolgreichste.

Mit dem Umsatzwachstum habe die Migros Ostschweiz 2008 weitere Marktanteile gewonnen, hiess an der Bilanzmedienkonferenz vom Dienstag in Abtwil. Besonders gewachsen sind die Bereiche Supermarkt mit 7,1 Prozent, Gastro/Hotels mit 10,6 Prozent, Grosshandel mit 14,5 Prozent und Freizeit/Fitness mit 7,9 Prozent.

Das Umsatzwachsum sei durch die Teuerung von durchschnittlich 1,5 Prozent begünstigt worden, sagte Felix Hofstetter, Leiter Finanzen. Einzig die Fachmärkte mussten 2008 eine Umsatzeinbusse von 0,2 Prozent hinnehmen. Dies sei grösstenteils auf Flächereduktionen durch Schliessungen und Umbauten zurückzuführen, sagte Hofstetter.

EBIT verdoppelt
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verdoppelte sich auf 54 Millionen Franken. Der Gewinn von 42,8 Millionen Franken liegt leicht über dem Vorjahr (41,9 Millionen Franken).

Die Investitionen von 134 (Vorjahr: 122) Millionen Franken konnten aus einem Cash Flow von 145 Millionen Franken finanziert werden. «Der Cash Flow befindet sich auf Rekordniveau», sagte der Finanzchef.  Der Selbstfinanzierungsgrad lag mit 108 Prozent ein Prozent höher als 2007.

Die Eigenkapitalquote beläuft sich mittlerweile auf 49 Prozent der Bilanzsumme. Die Migros Ostschweiz hat im vergangenen Jahr 460 neue Arbeitsplätze geschaffen und beschäftigt heute 9150 Mitarbeitende.
Hohe Investitionen trotz Krise

Trotz der Wirtschaftskrise werde die Migros Ostschweiz in den nächsten drei Jahren weitere 500 Mio. Franken investieren, sagte Geschäftsleiter Christian Biland. Neue Läden brächten höhere Umsätze. Auch die ausgedehnten Ladenöffnungszeiten hätten sich bewährt.

1998 wurden die Genossenschaften Winterthur/Schaffhausen und St. Gallen zur Genossenschaft Migros Ostschweiz fusioniert.  Trotz der Abschwächung des Euros verzeichneten die Grenzfilialen weiterhin ein kräftiges Umsatzwachstum.

Die Ostschweiz befinde sich in einer speziellen Situation, sagte Biland zum Einstieg des Discounters Lidl in den Schweizer Markt.  Lidl eröffnet am Donnerstag unter anderem auch Filialen in St. Gallen, Arbon und Weinfelden.

Kunden schätzen Qualität
Es habe sich gezeigt, dass nach der Eröffnung der ersten Schweizer Aldi-Filialen, die Ostschweizer Kunden des Discounters weiterhin über die Grenze fahren. «Aldi ist zwar mit tiefen Preisen in der Schweiz eingestiegen, der Abstand zur Konkurrenz ist aber immer kleiner geworden,» betonte Biland. Die Kunden schätzten die hohe Qualität der Migros-Produkte, sagte Biland. Das Preis-/Leistungsverhältnis der Migros Ostschweiz sei gemäss einer Kundenbefragung sehr gut. Prognosen für das Jahr 2009 wollte Biland keine machen: «Es wird sicherlich auch für uns ein schwieriges Jahr.»

ThurgauThurgau / 17.03.2009 - 14:02:12