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Landammann: GFI will Moser

Säckelmeister Sepp Moser erhält doch noch offizielle Unterstützung für Wahl als Landammann: Die GFI empfiehlt ihn. Und sie kritisiert einen anderen Verband.

Die Gruppe für Innerrhoden (GFI) hat beschlossen, Sepp Moser zur Wahl als Landammann zu empfehlen; Moser hatte schon vor einem Jahr bei der Wahl zum Säckelmeister die Unterstützung der GFI gehabt. Im Fall der Wahl würde das Amt des Säckelmeisters frei und müsste noch an Ort und Stelle neu besetzt werden. Für diesen Fall schlägt die GFI Claudia Manser zur Wahl vor. Damit ist für die anstehende Landsgemeinde erstmals der Name einer Frau für einen Platz in der Standeskommission im Gespräch.

Die GFI geht mit der Empfehlung von Sepp Moser wohl auch gezielt auf Konfrontationskurs mit dem Gewerbeverband (KGV), bei dem Moser durchgefallen war. In einer Stellungnahme kritisiert die GFI das Verhalten des KGV bei der Landammannwahl und spricht von einem «autoritär wirkenden Auftreten in der Öffentlichkeit.» Man versuche, die Landammann-Kandidaturen aus den eigenen Reihen zu schützen «und weitere Kandidaturen mit nicht überprüfbaren Behauptungen in ein schlechtes Licht zu stellen.»

Die GFI erläutert diese Vorwürfe allerdings nicht konkreter oder anhand von Namen. Stattdessen kritisiert sie, dass potenzielle Kandidaten «schon zehn bis zwölf Wochen vor der Landsgemeinde» portiert würden und spricht von einer unerwünschten «Vorwahl», mit welcher der Kreis der verfügbaren Personen eingeschränkt werden soll. Die GFI schreibt: «Es ist völlig legitim, wenn Personen, die sich für ein Amt zur Verfügung stellen wollen, den Zeitpunkt zur Bekanntgabe ihrer Kandidatur –zum Beispiel in ein höheres Amt wie in diesem Jahr der Fall– selber wählen und sich nicht unter Druck setzen lassen.»

Hintergrund der Vorwürfe ist die Tatsache, dass der Gewerbeverband an seiner Nominationsversammlung vier Kandidaten die Möglichkeit gab, sich zu präsentieren, worauf die Mitglieder ihre Entscheidung trafen. Sepp Moser, der von der GFI nun unterstützt wird, hatte im Rahmen der KGV-Versammlung darauf verzichtet, seine Kandidatur zu erläutern.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 22.04.2008 - 10:59:00