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Kunst und Design

Stein. Zehn Künstler bringen angewandte Kunst und Design ins Appenzeller Volkskunde Museum.

In einer Ecke sieht es aus, wie in einem Designer-Möbelgeschäft. Drei Schritte weiter ist wieder ein historischer Appenzeller Webstuhl zu sehen. Das Appenzeller Volkskunde Museum zeigt momentan die Ausstellung «ausgezeichnet: schön und gut». Zehn Künstlerinnen und Künstler aus dem Appenzellerland, die alle von der Ausserrhoder Kulturstiftung ausgezeichnet wurden, stellen ihre aktuellen Werke vor. Die totalen Gegensätze Tradition und Modernität treffen aufeinander. Altbekanntes wird mit abstraktem Design und neuem Kunsthandwerk erstmals und auf eine spezielle Art und Weise neu belebt.

Kunst für die Serienproduktion
Die Eingangshalle des Museums ist geschmückt mit farbigen Fahnentüchern, auf denen Zitate berühmter Designer, Künstler und Kulturkritiker zu lesen sind. Die Frage, was genau unter «Design» verstanden werden darf, stellt sich beim Anblick dieser philosophischen Zitate rasch. Und inwiefern gehört «Design» an eine Kunstausstellung? Laut dem Museumsleiter Marcel Zünd hat der Begriff «Design» eine sehr komplexe Bedeutung: «Das Werk eines Designers soll nicht nur ’schön› aussehen und der Modernität entsprechen. Form und Funktion müssen innerlich übereinstimmen, das Objekt muss auch ‹gut› sein. Zudem spielen Material und Produktionsprozess eine Rolle, bis es in einer Serienproduktion angefertigt werden kann. Die Ausstellung soll auch diese Dimensionen der Arbeit eines Designers näher bringen».

Tradition – Innovation
Bei «ausgezeichnet: schön und gut» treffen Kunsthandwerk und Design aufeinander. Die Ausstellung differenziert jedoch klar zwischen künstlerischen Werken (Einzelstücke) und für die Serienproduktion kreiertem Design. «Die Gestaltung dieser Ausstellung war für uns und den Ausstellungsgestalter Emanuel Sturzenegger eine Herausforderung», so Zünd. Die Ausstellenden präsentieren extrem unterschiedliche Kunstobjekte. Zehn völlig verschiedene Geschichten treten an einer gemeinsamen Ausstellung auf. «Dies alles unter einen gestalterischen Hut zu bringen, war nicht einfach», so Zünd.

So stellen beispielsweise der 71-jährige Trogener «Schmuckler» Richard Schefer selbst gemachten Schmuck, die Steinerin Eva Louis Designer-Lampen und Peter Wüthrich aus Walzenhausen Kreationen seiner beweglichen Solarspielzeuge vor. Die «Näherin» Therese Hächler aus Trogen zeigt gequiltete Decken sowie Kleiderkreationen, während der «freie Gestalter» Peter Kühnis eine Gruppe von Keramik-Lichtobjekten präsentiert. Gabriela Rutishauser aus Herisau stellt feine, handgewobene Textilien vor, Dorothea Weishaupt ihre Bücherkreationen und Hans Neff seine geschnitzten Änis- und Bibermodel. Zuguterletzt sind mit Urs Bürki sowie dem Ehepaar Ute und Andreas Krob auch veritable Designer vertreten, deren Produkte – Wohnmöbel, Büromöbel – industriell hergestellt werden.

Sämtliche modernen Arbeiten stehen in jener Halle, in der auch die traditionelle Appenzeller Kunst und Gegenstände aus früherer Zeit ausgestellt sind. Zwei völlig unterschiedliche Kunst- und Kulturepochen erzeugen auf engem Raum imposante Eindrücke und einen Überblick über alte und neue Kunstgeschichte.

Ausserrhoden fördert Kunst und Design
Das Appenzeller Volkskunde Museum arbeitete für «ausgezeichnet: schön und gut» eng mit der «Arbeitsgruppe Angewandte Kunst und Design» der Ausserrhodischen Kulturstiftung zusammen. Diese ist schweizweit eine der wenigen Organisationen, die ihren Schwerpunkt auf die Förderung von Kunst und Design setzt. Die zehn Aussteller wurden während den letzten sieben Jahren stark von der Ausserrhodischen Kulturstiftung gefördert. Einige erhielten Anerkennungspreise, andere einen projektorientierten Werkbeitrag. Preise schaffen Aufmerksamkeit – und dies ist auch das Ziel dieser Ausstellung.


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Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 06.12.2007 - 10:13:00