Kunst in der Küche
Herisau. Das Küchenstudio Heller zeigt in den Ausstellungsräumen noch bis Ende Dezember eine interessante Ausstellung des St.Galler Künstlers Josy Murer.
George und Heidi Heller geben seit zehn Jahren regelmässig in ihren Küchen-Showrooms Künstlern aus der Region Gelegenheit, ihre Werke zu zeigen. Angefangen hat alles in Teufen mit vier Künstlern und hat sich heute in Herisau zu einem richtigen Geheimtipp entwickelt.
«Eine Küche zu entwerfen und zur vollendeten Ausführung zu bringen ist ebenso eine Kunst, wie sich mit Pinsel und Farbe auf Leinwand auszudrücken», sagt George Heller. «Warum nicht beides verbinden, man lernt Leute kennen, kann Kontakte knüpfen und vertiefen. Es bringt immer wieder anderes Publikum zu uns ins Studio», pflichtet im Heidi Heller bei. «Ein bis zwei solcher Events im Jahr hat sich in Kunstkreisen herumgesprochen, denn nun treten die Kunstschaffenden an uns heran und wollen gerne an einem solchen Anlass teilnehmen. Wir versuchen aber vermehrt Künstler aus Herisau oder dem Appenzellerland zu einer Teilnahme zu bewegen», hält George Heller weiter fest.
Josy Murer
Kunstpädagoge, Gründer und Leiter des Dachateliers in St.Gallen und in der Region kein Unbekannter, hat die jetzt laufende Ausstellung mit seinen Bildern gestaltet. Unter dem Motto «Steinzeichen» zeigt er dem Betrachter seine in Erdfarben gehaltenen Exponate. Nicht zu übersehen sind dabei immer die geschichteten und gestellten Steine, welche mit ihrer ausgebildeten natürlichen Farbenvielfalt den Künstler inspirieren.
Kunst heisst Gefallen
Gefallen finden am Gemälde, Skulptur oder Objekt. Formen und Farben sind das, was das Publikum fasziniert. Eine Küche kann neben der Zweckmässigkeit, welche sie zu erfüllen hat, auch selber Kunst und ein Ort der Inspiration sein, und dies erfüllt diese Ausstellung in hohem Masse. Die Ausstellung ist noch bis Ende Dezember zu sehen.
Josy Murer, Gestalter und Pädagoge, unterrichtet seit über 30 Jahren in allen Techniken der Malerei. 1982 erhielt er den Kulturförderungspreis von St.Gallen. In der laufenden Ausstellung verwendete vorwiegend natürliche Materialien wie Quarzsand, verschiedene Erde, Galltinte und Bitumen in reiner, flüssiger Form.
Diese Zusammenstellung bringt in vielen seiner Urbilder, wie er es selber nennt, das unvergleichliche und faszinierende Glitzern zustande. Der ausgestellte Zyklus «Steinzeichen» steht für die Kreativität des Künstlers. «Das Vergangene und das vor uns Liegende ins Gleichgewicht bringen», lautet dabei seine Botschaft.



























