Kündigung aus privaten Gründen
Heiden. Die Co-Chefärztin Cornelia Lohse hat sich aus privaten Gründen dazu entschieden, das Spital zu verlassen. appenzell24.ch sprach dazu mit Fredy Furrer, dem Direktor des Spitalverbundes.
Vom Universitätsspital Zürich kam Cornelia Lohse ursprünglich als Stellvertreterin nach Heiden. «Der damalige Chef nahm eine Auszeit von drei Monaten», erklärt Fredy Furrer, Direktor des Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden, «in dieser Zeit kam Cornelia Lohse». Da es der Gynäkologin im Spital Heiden so gut gefiel, blieb sie dort und wurde 2004 zur Co-Chefärztin gewählt.
Die Zukunft von Cornelia Lohse
Das Spital verlässt Cornelia Lohse aus privaten Gründen. Sie ist Mutter von zwei Kleinkindern und konnte somit den harten Ansprüchen eines Spitalarztes nicht mehr nachkommen: «Im Spital sind Picket- und Wochenenddienste nicht zu umgehen», so Furrer. «Das ist mit Kleinkindern kaum zu schaffen. Vor allem Gynäkologen werden stark beansprucht.» Laut Furrer wird Lohse höchstwahrscheinlich in Zukunft eine Privatpraxis übernehmen, um so beides, Karriere und Kinder, unter einen Hut zu bringen.
Teenager-Sprechstunden werden weitergeführt
Die von Doktor Novak eingeführten Teenager-Sprechstunden, die von Lohse in der letzten Zeit abgehalten wurden, werden selbstverständlich weitergeführt werden. Die Teenager-Sprechstunden dienen zur Aufklärung und dem Heranführen der Kinder an die Materie. «Entweder kommen Schulklassen in das Spital oder die Ärzte gehen in die Schulen», erklärt Furrer. «Es wird den Kindern auch gesagt, wann sie Gynäkologen besuchen sollten.» Nach dieser Sprechstunde wird mit den Kindern meist gleich ein Termin für den ersten Gynäkologenbesuch ausgemacht.
Die Nachfolger-Frage
Momentan ist eine Stellvertreterin für Lohse tätig, deren Vertrag allerdings nur bis Ende September läuft. Eine konkrete Nachfolgerin hat das Spital noch nicht gefunden. Doch eines ist für Fredy Furrer absolut sicher: «Wir suchen wieder eine Frau, um das Frau-Mann-Team beizubehalten».



























