«Kulturfenster» auf dem Säntis
Säntis. Am Samstag, 3. November, lädt die Initiativgruppe «Kultur am Säntis» zum Anlass «Kulturfenster» ein.
Für die Toggenburger ist es der Naturjodel, für die Ausserrhoder ist es das Zäuerli und für die Innerrhoder das Ruggusseli. Doch was machen die Gemeinsamkeiten und Eigenheiten dieser Jahrhunderte alten Gesangstraditionen rund um den Säntis aus?
Im ersten «Kulturfenster» vom 3. November auf dem Säntisgipfel werden im Rahmen von Kurzvorträgen und Gesangsdemonstrationen die Besonderheiten von Fachleuten in abwechslungsreicher Folge aufgezeigt.
Vokale Traditionen der Schweiz
Im Einführungsreferat «Die vokalen Traditionen der Schweiz: Alpsegen, Kühreihen, Naturjodel, Jodellied und Paraphrasen» wird mit Brigitte Bachmann-Geiser eine der kompetentesten Kennerinnen des Faches einen umfassenden Überblick geben, bevor Bruno Mock als Referent und Theres Rechsteiner als Jodlerin das Innerrhoder «Ruggusseli» verstellen werden. Nach dem Mittagessen präsentieren Willi Valotti und Christian Metzler den Toggenburger Naturjodel. Hans Hürlemann und der «Gähler Schuppel» aus Urnäsch demonstrieren anschliessend die Besonderheiten des «Chlausezäuerli». In einem weiteren Kurzreferat wird Noldi Alder aufzeigen, was «die urchige, sennische Stimme» ausmacht. Durch das Programm führt der bekannte Musiker und Dirigent Peter Roth, der auch zu den Hauptinitianten des Projektes gehört.
Verein geplant
Das Interesse an der Kultur rund um den Säntis hat in den letzten Jahren spürbar zugenommen. Das hat verschiedene Persönlichkeiten aus dem kulturellen Leben des Toggenburgs und der Kantone Appenzell Inner- und Ausserrhodens bewogen, die Zusammenarbeit über die regionalen Grenzen hinaus zu stärken mit dem Ziel, die ursprüngliche Kultur und deren Entwicklung rund um den Säntis, insbesondere der Gesang, die Musik, das Handwerk, der Tanz und die Malerei zu pflegen und zu fördern. Dabei sollen sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Besonderheiten der drei Regionen dargestellt und Verbindungen zu anderen ursprünglichen Kulturen geschaffen werden. Als Trägerschaft ist ein breit abgestützter Verein vorgesehen, dessen Gründung im Februar 2008 geplant ist.
«Kulturfenster»
Eine der verschiedenen Aktivitäten des künftigen Vereins wird das «Kulturfenster» sein. Es öffnet sich einmal jährlich, gewährt Einblick auf die jeweils andere Seite des Säntis und führt die «Kulturträger» aus den drei angrenzenden Regionen zusammen. Die Liste möglicher gemeinsamer Themen ist breit und wird nun mit dem Auftaktanlass am 3. November auf dem Säntis mit dem Thema Naturjodel gestartet. Künftig soll dann jedes Jahr eine Institution aus Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden oder dem Toggenburg zum «Kulturfenster» einladen und in enger Zusammenarbeit mit andern Kulturträgern und Institutionen aus den drei Regionen organisieren.



























