Kriessern in Gais gegen RR Hergiswil

Ringen. Am kommenden Samstag gibt die RS Kriessern beim Heimkampf gegen die RR Hergiswil ein Gastspiel im appenzellischen Gais.

Dies, weil die Kriessner Halle besetzt ist und man die gute Zusammenarbeit mit dem Schwingklub Gais unterstreichen will.

Im Frühling hatte man sich bei den Kriessnern auf die Suche nach Ringern fürs Schwergewicht gemacht und da in der Ringerszene die «Schweren» Mangelware sind, war es nahe liegend, sich an die Schwinger zu wenden. So wurde mit etlichen Klubs und Schwingern gesprochen und dabei hat sich gezeigt, dass das Interesse für eine Zusammenarbeit durchaus da war. So konnten vom Schwingklub Gais einige Athleten gewonnen werden, die neben der schwingspezifischen Ausbildung auch noch ein Training auf der Ringermatte besuchten. So sind nun in der laufenden Meisterschaft mit Marcel Kuster, Michael Bless und Raphael Zwissig schon 3 Schwinger regelmässig in der NLA eingesetzt worden. Natürlich sind sich die Verantwortlichen bewusst, dass der Schritt aus dem Sägemehl auf die Matte nicht ganz so einfach zu bewerkstelligen ist und die Anforderungen in der obersten Liga für einen Neueinsteiger eher zu hoch sind, doch die Kämpfe der Neoringer haben gezeigt, dass das Potential für die Schweizer Spitze mit entsprechendem Aufwand vorhanden ist und man seitens der RS Kriessern gut daran tut, die Zusammenarbeit weiterzuführen.

Hergiswil in Reichweite
In der Vorrunde ging die Begegnung zwischen der RR Hergiswil und der RS Kriessern zu Gunsten der Luzerner aus. Doch damals ging der Aufstellungspoker der Kriessner nicht auf und neben eigenen Unzulänglichkeiten kam beim 22:17 auch noch Pech dazu. Inzwischen konnte sich Kriessern mit den Siegen gegen den RC Oberriet-Grabs und die RR Weinfelden im Mittelfeld etablieren und steht punktgleich mit dem samstäglichen Gegner auf Rang 3. Die RR Hergiswil musste im ersten Kampf der Rückrunde gegen die RS Freiamt bös unten durch, doch gegen den RC Oberriet-Grabs hat man sich am Samstag mit einem klaren 24:12 zurückgemeldet. Ob sich Patrick Stadelmann, einer der Hergiswiler Leader, von seiner Verletzung erholt hat, wird die Aufstellung am Samstag zeigen. Ansonsten kann Coach Hanspeter Wisler auf das ganze Kader zurückgreifen. Diese Kader zeigt sich vorab in den Mittelgewichten von 66-84kg stark, dazu kommt mit dem starken Ungarn Hatos Gabor ein bis anhin unbezwungener Söldner. Die Zielsetzung der Luzerner ist nach wie vor das Erreichen des Finals um den Titel und nach der Niederlage von Willisau gegen Freiamt kann dieses Ziel nach wie vor erreicht werden. Die Kriessner ihrerseits wollen sich vor allem für die Niederlage aus der Vorrunde revanchieren und sind überzeugt, den Hergiswilern paroli bieten zu können. Coach Hugo Dietsche steht ausser Patrick Dähler, der nach wie vor verletzt ist, das ganze Kader zur Verfügung und nach dem gelungenen Auftritt in Weinfelden darf das Team dem Kampf in Gais gelassen entgegen sehen.


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Appenzell Innerrhoden / 12.11.2008 - 08:06:00
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