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Kriegsmaterial statt Minarette verbieten!

Wolfhalden/AR. Die JUSO Appenzellerland hat ihre Parolen vom 29.November gefasst.

Wir empfehlen die Volksnitiative für Verbot von Kriegsmaterial-Exporten zur Annahme. Waffen sind kein Produkt wie jedes andere. Sie werden hergestellt, um Menschen zu töten. Die Initiative will dieses Geschäft mit dem Tod stoppen. Allein im Jahr 2008 hat die Schweiz Waffen in über 72 Länder exportiert – so viel wie noch nie! Der grösste Abnehmer von Schweizer Kriegsmaterial war das Konfliktland Pakistan. Immer wieder sterben unschuldige Menschen durch Schweizer Kriegsmaterial, in Pakistan, Afghanistan, Irak, Iran und vielen anderen Länder. Das Geschäft mit dem Tod ist unwürdig für ein Land, das sich der humanitären Tradition und der Neutralität verpflichtet hat. Die Schweiz hat Besseres zu exportieren als Waffen. Mit einem JA gewinnt die Schweiz weltweit an Glaubwürdigkeit.

Ein Bau-Verbot von Minaretten in der Schweiz kommt für die JUSO Appenzellerland hingegen nicht in Frage. Die Religionsfreiheit musste hart erkämpft werden und hat unserem Land religiösen Frieden gebracht. Wenn wir wieder beginnen Religionen ungleich zu behandeln und einzelne Religionsgemeinschaften zu diskriminieren wäre das ein grosser Rückschritt für unsere Demokratie. Die Ängste vor einem fundamentalistischen Islam sollten Ernst genommen werden. Aber anstatt eines neuen Kulturkampfes brauchen wir dazu den Dialog zwischen den Religionen. Mit einem Verbot stösst man die gemässigten und gut integrierten Muslime vor den Kopf. Die Annahme der Initiative würde fundamentalistischen Strömungen Auftrieb verschaffen und den Religionsfrieden gefährden – das ist wohl das letzte, was wir wollen. Ein Minarettverbot wäre deshalb kontraproduktiv und löst kein einziges Problem. Wir sagen NEIN zu Intoleranz und NEIN zur Diskriminierung einer ganzen Religionsgemeinschaft = NEIN zum Bauverbot von Minaretten am 29. November!

JUSO Appenzellerland

 

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 14.11.2009 - 18:47:43