«Kosmonaut Wolkow» auf der Frauenfelder Promenade
Frauenfeld/TG. «Kosmonaut Wolkow» ist ein «Himmelsstürmer», aber ob er ein «Blondköpfchen» war und eine «Weissbehaarte» kannte, weiss man nicht. Was man weiss ist, dass diese Namen Tomatensorten bezeichnen und seit Freitag offiziell die Promenade zieren.
Führte Frauenfeld bisher gerne Sonnenblumen in seiner Werbung mit dem Titel „Sonne über Frauenfeld“, so steht es diesen Sommer ganz im Zeichen der Tomate. Das hat die Thurgauer Kantonshauptstadt dem kantonalen Naturmuseum zu verdanken.
Jubiläum mit Tomaten
Dieses hat am Freitag seinen 150. Geburtstag bei strömendem Regen mit der offiziellen Übergabe des „Tomatenteppichs“ begangen. Dieser wiederum ist Bestandteil des Jubiläumsprojekts „tomARTen“, welches das Naturmuseum zusammen mit dem Künstler Max Bottini aus der Taufe gehoben hat.
Das Projekt soll auch in den 150. Geburtstag der Evolutionstheorie und deren Begründer Charles Darwin erinnern, dessen 200. Geburtstag dieses Jahr ist. Wie vielfältig sich Arten präsentieren können, zeigen Naturmuseum und Bottini anhand von rund 500 Tomatensorten.
Diese reifen derzeit noch bei 240 „Tomaten-Adoptiveltern“ vor sich hin, bevor sie am 16. August auf der Frauenfelder Promenade zur Degustation angeboten werden. Dort werden Besucherinnen und Besucher jetzt schon mit 207 Sortennamen auf das Ereignis vorbereitet.
Tomatennamen auf 103 Metern
Die Namen wurden in den letzten Wochen von Bottini und seinen Helferinnen und Helfern mit roter Farbe und Schriftschablonen auf den 103 Meter langen und 2 Meter breiten Mittelstreifen der Promenade gepinselt. Da treffen dann „Dithmarscher“ auf das „Ei von Phuket“ oder das „Japanische Ei“. „Lolipop“ begegnet „Mikado“ und beide stehen in einer Reihe mit „Juschnaja Notsch“, „Burbank“ und „Veni Vidi Vinci“. Und dem Frauenfelder Stadtammann Carlo Parolari wurde ein Pflasterstein mit „Abraham Lincoln“ überreicht.
Hannes Geisser, Chef des Naturmuseums, hoffte, der Stein werde so gut aufbewahrt, dass die Schrift darauf länger bestehen bleibe, als jene des „Tomaten-Teppichs“. Diese wird mit der Zeit verschwinden: Witterung und
Passantenfüsse werden sie abnutzen. Die Promenade ist schliesslich auch der Standort des Frauenfelder Marktes.



























