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«Komplementär- Medizin ist im Aufwind»

Herisau. In einem Leserbrief äussert sich Naturarzt Edgar Ilg aus Herisau zur Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin».

«Am vergangenen Mittwoch arbeitete die Rechts-Links-Spaltung im Nationalrat noch gegen die Komplementärmedizin. Mit knappen 15 Stimmen Unterschied verwarf der Rat die Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin». In der Bevölkerung sieht es allerdings längst anders aus: Je nach Umfrage stimmen 70 bis 80 Prozent der Befragten der Initiative zu. Zahlen, die für eine Volksinitiative sensationell hoch sind.

Auch bei den bürgerlichen ParlamentarierInnen finden die konkreten Forderungen der Initiative immer mehr Zustimmung. Erika Forster (FDP) verlangt eine neuerliche Überprüfung der von Bundesrat Couchepin aus der Grundversicherung gekippten Methoden der ärztlichen Komplementärmedizin. Dieses Thema greift auch die Motion von Reto Wehrli (CVP) auf, verbunden mit der Forderung nach rechtlicher Anerkennung der Berufe der nicht-ärztlichen Komplementärmedizin, das heisst der Naturheilkunde und der Komplementärtherapie. Ebenso verlangt sie Massnahmen zur Erhaltung der komplementärmedizinischen Heilmittel. Das gleiche Ziel verfolgt eine parlamentarische Initiative von Marianne Kleiner (FDP) zur Konkretisierung des Heilmittelgesetzes (HMG). Verwandte Themen behandeln Vorstösse von Simonetta Sommaruga (SP), Hansruedi Stadler (CVP) und Edith Graf (SP).

Während Pierre Triponez als Präsident der nationalrätlichen Gesundheitskommission noch per Stichentscheid die Volksinitiative zur Ablehnung empfahl, hat er inzwischen den Vorstoss von Frau Kleiner betreffend die vereinfachte Zulassung komplementärmedizinischer Heilmittel mitunterzeichnet, zusammen mit weiteren 30 NationalrätInnen. In der «Arena» vom 21. September 2007 unterstützte er zudem zusammen mit Prof. Dahinden von der Universität Bern vehement den Anspruch der Berufe der nichtärztlichen Komplementärmedizin auf eine rechtliche Anerkennung.

Gerade die Anerkennung von Gesundheitsberufen, die nicht schulmedizinisch ausgerichtet sind, wird aber von Bundesrat Couchpin und seinem Bundesamt für Gesundheit BAG mit allen Mitteln behindert.

Dass die Bevölkerung nicht mehr bereit ist, diese Mittel zu akzeptieren, zeigt der Publikumspreis für Caroline Kramer bei der Prix Courage-Wahl 2007. Frau Kramer hatte die Oeffentlichkeit darüber informiert, dass das BAG Steuergelder dafür ausgibt, die Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» zu bekämpfen.

Auch in der «Arena»-Sendung zeigte sich deutlich, wie breit die Unterstützung für die Forderungen der Ja-zur-Komplementrärmedizin-Initiative verankert ist, quer durch die Parteien, von verschiedenen Ärzteorganisationen über die Drogisten bis zu den Verbänden der Naturheilkunde und Komplementärtherapie. Die Wahlempfehlungen der Volksinitiative dürften dazu beitragen, dass die Komplementärmedizin im neu gewählten Parlament auch auf bürgerlicher Seite eine wachsende Lobby haben wird.»

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 24.09.2007 - 13:57:00