Komfortabler den Bus wechseln
Heiden. Ein Baugesuch für eine mittelfristige Lösung auf dem Kirchplatz Heiden soll Gewähr bieten für eine komfortablere Busumsteigeanlage.
Der Kirchplatz Heiden ist die Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs im Appenzeller Vorderland. Die Platzverhältnisse sind ungenügend. Der Komfort muss dringend verbessert und die Unfallgefahr vermindert werden. Das Stimmvolk von Heiden hat sich im Herbst 2005 in einer Variantenabstimmung für den Kirchplatz als Busumsteigeanlage entschieden. Im Frühling 2007 wurde der Kredit für einen Studienauftrag für die Neugestaltung des Kirchplatzes abgelehnt. Der Gemeinderat hat nun ein Projekt für eine mittelfristige Lösung verabschiedet. Vor dem Ausgabenbeschluss wird das Baubewilligungsverfahren durchgeführt.
Der Gemeinderat hat das Ingenieurbüro Wälli AG, Heiden, beauftragt, ein Projekt für eine mittelfristige Lösung für den Kirchplatz auszuarbeiten. Dabei sollte die südlich gelegene bestehende Stützmauer zwischen Kirchplatz und Parkanlage um ca. 1.50 Meter nach Norden verschoben werden. Das Ingenieurbüro Wälli AG, Heiden, hat in der Folge das Projekt und den Kostenvoranschlag erarbeitet. Das vorliegende Projekt rechnet mit Gesamtkosten von 200’000 Franken. Das Projekt wurde der kantonalen Denkmalpflege, der PostAuto Schweiz AG und der Behindertenorganisation ProCap zur Stellungnahme unterbreitet. Dieses mittelfristig ausgerichtete Projekt kann nicht alle Wünsche der eingeladenen Organisationen berücksichtigen, bringt aber doch wesentliche, lohnenswerte Verbesserungen.
Die Südseite der Parkanlage soll um 1.50 m gekürzt werden, damit eine Einsteigekante realisiert werden kann. Es sollen insgesamt sieben Postautoabstellplätze behindertengerecht zugänglich zur Verfügung stehen. Der Projektvorschlag geht für die Abfahrtsplätze auf der Südseite von einer Zufahrtsrichtung von Osten aus. Vier Autos werden längs der Südseite des Parks in Reihe aufgestellt. Die Zu- und Wegfahrt für jeden Platz soll unabhängig funktionieren. Für einen weiteren Standplatz vor dem Postgebäude soll eine Einsteige-Insel erstellt werden. Zwei Standplätze müssen aus Platzgründen auf der Nordseite des Parks realisiert werden. Dabei wird von der Strasse «Seeallee» auf der Höhe des Seiteneingangs der Evang. Kirche ein Streifen in der Breite von 1.25 m benötigt. Die jetzige Grünfläche wird nur unwesentlich geschmälert, weil bereits ein Weg besteht. Durch die Einsteigekanten wird die Postautobenützung behindertengerecht zugänglich gemacht. Das Grundkonzept respektiert die bestehenden Parkplätze vor der Drogerie und vor dem Rathaus. Vor dem Bankgebäude ist jedoch nur noch eine Längsparkierung für drei Autos möglich.
Das vorliegende Projekt ist als mittelfristige Lösung geplant. Die Fahrflächen werden lediglich ergänzt und wo absolut nötig repariert. Es erfolgen verschiedene Anpassungen rund um die Parkanlage. Die Stützmauer sowie die geforderten Einstiegkanten werden neu erstellt.
Baugesuch an den Kanton
Der Kirchplatz liegt im Ortsbild von nationaler Bedeutung, wo für Baubewilligungen das kantonale Planungsamt zuständig ist. Der Gemeinderat hat beschlossen, das Baugesuch für das Projekt einzureichen. Beim Kanton ist das Baugesuch insbesondere vom Tiefbauamt und der Denkmalpflege zu prüfen.
Referendumsverfahren nach Baubewilligung
Die Dauer des Baubewilligungsverfahrens hängt nicht nur von den Stellungnahmen der kantonalen Behörden ab. Auch das Ergebnis des Einspracheverfahrens ist zu beachten. Deshalb hat der Gemeinderat beschlossen, das Referendumsverfahren für den Ausgabenbeschluss erst nach der Baubewilligung durchzuführen. In dieser Zeit kann zudem die Subventionierung durch den Kanton (öffentlicher Verkehr, Denkmalpflege) geprüft werden. Somit ist für den Ausgabenbeschluss die Netto-Aufwendung bekannt.
Dringlichkeit erfordert pragmatische Lösung
In den letzten 12 Monaten sind auf dem Kirchplatz bereits zwei Unfälle mit verletzten Personen passiert. Die Ein- und Umsteigesituation ist nach wie vor alles andere als kundenfreundlich. Der Gemeinderat fühlt sich in dieser Sache den früheren Entscheiden der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger verpflichtet. Deshalb hat er sich für diese mittelfristige, pragmatische Lösung entschieden.



























