Knapper Sieg für Urnäsch
Fussball. Drei Penalty, zwei Platzverweise und der sechste Sieg in Folge für den FC Urnäsch, dies das Verdikt nach einer hektischen Partie gegen Winkeln.
Es wurde das erwartet schwere Auswärtsspiel gegen Winkeln, welche von Beginn weg die Urnäscher unter Druck setzten. Eggenberger musste bereits in den Startminuten in extremis retten und bewahrte seine Mannschaft vor einem frühen Rückstand. Winkeln überraschte mit einem Übergewicht im Mittelfeld und gefiel in den Zweikämpfen. Nach 15 Minuten fanden auch die Hinterländer ins Spiel. Troccoli verzeichnete die erste Chance für die Urnäscher und auch der Winkler Keeper konnte sich auszeichnen. Gegen den Führungstreffer der Urnäscher war er aber machtlos. Troccoli konnte das Zuspiel N. Gülünay’s aus gut 15 Meter unhaltbar verwerten. Für Urnäsch kam es noch besser, als der Unparteiische nach einem Eckball für Urnäsch auf Handspiel entschied. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Den Elfmeter verwandelte N. Gülünay sicher zum 0:2.
Das Spiel wendete sich komplett zu Gunsten der Urnäscher, welche sich aber schwer taten und viel Aufwand betrieben im Mittelfeld. Es war die Phase im Spiel, in der bei beiden Mannschaften nicht viel zusammenlief. Zahlreiche Fouls auf beiden Seiten, diverse Entscheide des Unparteiischen wurden kommentiert und ebenso auch zahlreiche Karten verteilt. Gefährlich wurde es nur nach Standards, doch es fehlte die Präzision im Abschluß. Aus dem Spiel heraus gab es nur eine nennenswerte Aktion vor der Pause: Eggenberger verpasste die 0:3 Führung weil er zu überhastet agierte, dies alleine stehend vor dem Winkler Tor.
Nach dem Pausentee legten die Urnäscher beherzt los: Eggenberger setzte sich im Zweikampf gegen zwei Winkler durch und konnte nur noch nach einer Notbremse gestoppt werden und die Winkler spielten fortan mit einem Mann weniger. Nicht derjenige der gefoult hatte musste vom Platz sondern ein anderer Winkler, welcher den Schiedsrichter beleidigte. Nuri Gülünay verwandelte den fälligen Strafstoss sicher zum 0:3.
Galluccio musste den rotgefährdeten Bodenmann aus dem Spiel nehmen und brachte Cagman, welcher einen denkbar schlechten Einstand hatte. Nach einem Ballverlust im eigenen Strafraum konnte er den Gegenspieler nur noch regelwidrig stoppen und auch die Winkler verwandelten den Penalty sicher zum 1:3. Die Winkler agierten zusehends aggressiver und begannen zu provozieren. Nuri Gülünay mußte hinter dem Rücken des Unparteiischen einen Tritt eines Winklers über sich ergehen lassen, welcher ungeahndet blieb. Den Urnäschern fehlte es an der führenden Hand und der nötigen Ruhe. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld konnte ein Winkler alleine auf Eggenberger losziehen auf 2:3 verkürzen, dies trotz Überzahl der Urnäscher. Urnäsch antwortet mit Treffern: JEggenberger verliess seinen Platz für Sadiku, welcher zwei Minuten später reüssierte. Troccoli spielte nach sehenswerter Kombination den Ball uneigennützig in die Mitte und Sadiku brauchte nur noch einzuschieben zum 2:4.
Enttäuscht war man vom Auftritt Ramas, der ebenfalls vom Platz musste. Zweimal liess er sich zu verbalen Äusserungen hinreissen, obwohl dieser jeweils selber gefoult wurde. Die Ampelkarte war die logische Konsequenz und fortan spielten beide Mannschaften mit einem Mann weniger. Die Winkler hatten es wider erwarten geschafft, die souveränen Urnäscher aus dem Tritt zu bringen. Praktisch mit dem Schlusspfiff verkürzte Winkeln noch auf 3:4, dies nach klarer Abseitsposition des Stürmers, welche der ansonsten gute Unparteiische nicht richtig erkannte.
Urnäsch: B. Eggenberger, Ackroyd, Keles, G. Gülünay, Bodenmann (57. Cagman), Lestayo, Scheuber, N. Gülünay, Rama, J. Eggenberger (75. Sadiku), Troccoli (T. Gülünay)



























