• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

Kleinere Scharmützel, grösstenteils friedlich

Grenchen/Olten/Solothurn. An der diesjährigen Fasnacht waren zwar kleinere Scharmützel zu verzeichnen, die hohe Polizeipräsenz verhinderte aber Schlimmeres, weshalb die Fasnacht grösstenteils friedlich verlief.

In Grenchen verliefen sowohl die Chesslete, der Umzug und die Fasnachtsbälle friedlich. In den Nächten auf Freitag und Samstag musste je eine Person zur Ausnüchterung in Polizeigewahrsam genommen werden. Am Freitagnachmittag schritt die Stadtpolizei auf dem Marktplatz bei einer Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen ein, konnte die Lage aber schnell beruhigen und so Schlimmeres verhindern. In der Nacht auf Sonntag kam es vor einer Bar zu einem Handgemenge, wobei zwei Personen leicht im Gesicht verletzt wurden. Mehrere Patrouillen von Stadt- und Kantonspolizei waren vor Ort und die mutmasslichen Täter konnten wenig später angehalten werden.

«Die Fasnacht verlief bei uns bis auf kleinere Vorkommnisse also mehrheitlich friedlich», so das Fazit des Stv. Kommandanten Hugo Kohler.

Olten: richtige Lagebeurteilung
Ähnlich sieht es Polizeikommandant Mark Haggenmüller für die Stadt Olten: «Wir sind mit dem Verhalten der Oltner Fasnächtler zufrieden. Wir stellen jedoch generell fest, dass Tätlichkeiten infolge Alkoholkonsums zunehmen.» Ebenfalls komme es vor, dass ausländische Jugendliche sich organisierten und Anlässe wie die Fasnacht nutzten, um zu provozieren. Die Polizei markiere aber gerade an neuralgischen Orten in der Stadt gezielte und starke Präsenz, präventiv wie repressiv. «So konnten wir gewaltbereite Jugendliche oder grössere Personenansammlungen frühzeitig lokalisieren und kontrollieren», so Mark Haggenmüller. Die
Polizei habe einige wenige Jugendliche auch wegweisen müssen.

Die Lagebeurteilung habe sich im Nachhinein als absolut richtig erwiesen, erklärt Kommandant Haggenmüller weiter. «Die Einsatzkräfte waren zur richtigen Zeit in der richtigen Zahl am richtigen Ort. Somit konnten wir gröbere negative Vorkommnisse verhindern», betont er. Die Fasnacht habe der Stadtpolizei Olten zwar einiges an Mehrarbeit gebracht, das Resultat sei aber zufriedenstellend, so Haggenmüller. So waren am grossen Fasnachtsumzug am Sonntag 13 Polizistinnenen und Polizisten sowie 18 Angestellte der Securitas im Einsatz. Am Kinderumzug am Dienstag waren zehn Polizistinnen und Polizisten sowie drei Angestellte der Securitas im Einsatz. Die polizeiliche Grundversorgung wurde ausserdem wie üblich jederzeit aufrecht erhalten. Um diese Leistung erbringen zu können, wurde bei der Stadtpolizei Olten frühzeitig eine Freitage- und Urlaubsperre erlassen.

Solothurn: Kleinere Schlägereien

In Solothurn nahmen bei minus 10 Grad Celsius rund 4000 Personen an der Chesslete teil, wobei es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen kam. Allerdings lagen nach der Chesslete viel Glas und auch Scherben auf dem Boden, meist von mitgebrachten Bier- und Schnapsflaschen.

In der Nacht auf Sonntag führte die Stadtpolizei Alkoholtestkäufe an Aussenständen durch, wobei fünf von sechs kontrollierten Ständen Alkohol an einen 13-Jährigen verkauften. Ausserdem kam es zu diversen kleineren Auseinandersetzungen in den Gassen. Der Umzug am Sonntag verlief problemlos, der Werkhof hatte einen enormen Effort geleistet, um den Schnee aus den Gassen zu bringen.

Der Umzug am Dienstag zog noch weit mehr Personen in Solothurns Gassen als der Sonntagsumzug. Dieser wie auch der anschliessende Zapfenstreich verliefen ohne Probleme. In der Nacht auf Mittwoch kam es dann zu kleineren Tätlichkeiten und Schlägereien sowie zu Taschendiebstählen. Ebenfalls kam es zu Reklamationen wegen Nachtruhestörung. «Wir hatten zwar viel zu tun, grossmehrheitlich verlief die diesjährige Fasnacht aber friedlich und die Menschen genossen das Fest», so Kdt. Peter Fedeli. Diverse Tätlichkeiten und kleinere Schlägereien hielten die Stadtpolizeien des Kantons zwar auf Trab, die starke Polizeipräsenz verhinderte aber grössere Ausschreitungen und für die grosse Mehrheit der Fasnächtler verlief die Fasnacht fröhlich und friedlich.

SolothurnSolothurn / 26.02.2009 - 13:37:20