Kirchenratspräsident feierlich eingesetzt
Herisau. Im Rahmen des Gottesdienstes zum Reformations-Sonntag fand in der Evangelisch-reformierten Kirche die feierliche Einsetzung des neuen Kirchenratspräsidenten Kurt Kägi statt.
Die Einsetzung in das Amt wurde vom Büro der Synode unter der Leitung der Präsidentin Susanne Honegger mit sehr persönlichen und feinfühligen Worten zur Person Kurt Kägi und entsprechendem Segenswunsch für seine neue Tätigkeit in der Landeskirche vorgenommen. Sie überreichte ihm einen Strauss mit allen Gemeindefahnen der Kirchgemeinden aus beiden Appenzell, die ihn immer wieder an das gemeinsame Wirken und Kirche-sein mit den Gemeindekirchen erinnern solle.
Der Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), Pfarrer Thomas Wipf, der die Einsetzungsfeier zum Anlass eines Besuches nahm, schloss unmittelbar an diesen Gedanken an und überbrachte die Grüsse des SEK. Er wies in seiner Ansprache auf die Bedeutung der Protestantischen Landeskirchen und das Engagement der ehrenamtlich tätigen Kirchenvorsteherschaften und der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern auf allen Ebenen hin, welche zu¬sammen mit den Kirchengliedern, erst die Kirche ausmachen.
Pfarrer Bernhard Frey, der mit den Bibelworten aus dem Galaterbrief 3, 26-28, seine Predigt zum Reformationssonntag einleitete, schaffte den Bezug zur damaligen Reformationszeit und schlug eine Brücke zwischen dem geistlichen Stand und dem Laienstand von damals und heute. Die Reformation, insbesondere Martin Luther, hob den damals gravierenden Unterschied zwischen Priestern und Laien auf. Schon Paulus, so lehrte er, verkündigte das «Priestertum aller Gläubigen».
In diesem Sinne ermunterte Pfarrer Bernhard Frey den Laien Kurt Kägi, selbst seine geistlichen Anliegen sichtbar zu machen. Kirchenratspräsident Kurt Kägi nahm in seinen Worten ebenfalls Bezug zu den Wurzeln der Reformation und zu den heutigen Inhalten und Werten unserer Kirche mit vielen wertvollen Errungenschaften, wie zum Beispiel der heute gelebten Ökumene. Er schloss mit den Worten «Die Kirche steht mitten im Leben. So hat die Kirche auch den Auftrag, das was sie glaubt, sichtbar zu machen».
Nach der würdigen und stimmungsvollen Feier ist es Kurt Kägi ein grosses Anliegen, allen Teilnehmenden, die den Weg aus beiden Kantonen nach Herisau gefunden haben und den anwesenden Herisauerinnen und Herisauern selbst, für die Teilnahme am Gottesdienst sowie für die vielen guten Wünsche herzlich zu danken. Speziell erwähnen und danken möchte Kurt Kägi Frau Susanne Honegger, den Mitgliedern des Büros der Synode, Pfarrer Thomas Wipf, Pfarrer Bernhard Frey, dem Singkreis Herisau, dem Organisten Kaspar Wagner, welche alle die Feier mitgestalteten. Ein herzliches Dankeschön gebührt dem Mesmerehepaar Künzle und der Kirchenvorsteherschaft Herisau, die grosszügig den Apéro offerierte und der Landeskirche Gastrecht gewährte.



























