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«Kioskfrau sein ist schön»

Rehetobel/AR. Der Elternrat erweiterte die Idee eines Pausenkiosks mit einem Begegnungsprojekt. Monatlich bietet eine Institution oder ein Verein den «Znüni» beim Schulhaus an.

Zuerst wollte der Elternrat einen Pausenkiosk anbieten. Dann kam die Idee von verschiedenen Begegnungen, integriert in den Pausenkiosk hinzu. Schwellenängste sollten abgebaut werden. Institutionen und Vereine wurden angefragt, das Altersheim «ob dem Holz», der Sportverein und die Stiftung Waldheim sagten zu.

Kioskfrau sein ist schön
Rutz Metz von der Stiftung Waldheim trifft zu Fuss mit ihrer Betreuerin auf dem Schulareal ein. Sie bringt in ihrem Rucksack gleich auch einen Teil des von der Stiftung offerierten «Znünis» mit. Der Tisch wird hergerichtet, die Riegel schön darauf verteilt, zwei weitere Bewohnerinnen und Bewohner treffen ein. Die Spannung steigt. Ruth Metz platziert sich hinter ihrem Kiosktisch.

Die ersten Schülerinnen und Schüler erscheinen und Ruth verteilt die Riegel. Da ein paar kurze Worte, eine Frage, ein Gruss. Sie kennen sich, die Kioskfrau Ruth Metz und die Schülerinnen und Schüler. Für Ruth Metz ist dieser monatliche Ausflug – sie kommt bereits zum vierten Mal hierher – eine willkommene Abwechslung. «Es ist schön, dass wir etwas bringen können und dass ich mit den Kindern reden kann», freut sie sich. Wenn kein Schnee lag, war es ausserdem lustig, zusammen mit den Schülern Fussball zu spielen.

Es ist ein Erlebnis
Betreuerin Fadrina Vinueza unterstreicht, dass die Schülerinnen und Schüler sehr freundlich und anständig seien. Es sei ein offenes aufeinander zugehen. Auch die Mädchen und Buben sind begeistert. Sie finden es lässig für die Bewohner der Stiftung Waldheim, dass sie hierherkommen können. Ausserdem sei es nett, dass sie den «Znüni» mitbringen würden, vor allem wenn der Znüni zu Hause vergessen worden sei.

Sophie Aouami bringt es auf den Punkt: «ich finde es voll cool, schade hat es das nicht schon früher gegeben» und Maria Graf doppelt nach: «Es ist gut, sieht man, wie sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung bewegen, wie sie sind. Auch wenn sie nicht soviel sprechen, fragen sie uns doch, ob wir einen Riegel wollen.»
Für Olga Klaus steht fest: «Es wäre voll schade, wenn es nicht mehr stattfinden würde» und Kelly Hermo stellt bewundernd fest, dass die Gäste «uhh nätt» seien.


Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 06.03.2009 - 12:45:29