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«Kinder müssen gezüchtigt werden»

Walzenhausen. In letzter Zeit taucht das Thema «Sekten» immer wieder in den Medien auf. Auch im Appenzellerland ist eine radikal-fundamentalistische Organisation vertreten.

In der vergangenen Zeit ist immer wieder von Sekten, wie zum Beispiel Scientology, zu lesen, zu hören oder zu sehen. Zwar ist Scientology im Appenzellerland nicht vertreten, doch gibt es in Walzenhausen die Organische Christus-Generation, die im deutschsprachigen Raum tausende Anhänger hat. Diese pilgern von Zeit zu Zeit ins Appenzellerland, um dort an verschiedenen Seminaren und Weiterbildungen teilzunehmen.

Sasek braucht Aufmerksamkeit
Diese radikal-fundamentalistische Organisation stützt sich auf die Bibel (wörtlich), darin vor allem auf das Alte Testament und die Lehre vom Gründer und Leiter der Organischen Christus-Generation (OCG) Ivo Sasek. Dieser versucht immer wieder die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen, um so ins Gespräch zu kommen. Schon seit seiner Kindheit wollte Sasek immer berühmt werden.

Die saseksche Theologie
Die Grundaussage der OCG ist, dass alle Mitglieder der Erlöser-Generation unserer Zeit angehören. «Wer dazu gehört, wird erlöst. Alle anderen aber nicht», erklärt der Mitarbeiter der Informationsstelle Kirchen-Sekten-Religionen Dr. Georg Otto Schmid. Die Hingabe zu Gott und seinen Willen ist essentiell. Dies wird durch den Begriff «Ganzheitsopfer» unterstützt. Alles, was nicht der Gottesbeziehung dient, darf nicht ausgeführt werden. Das gesamte Leben der Mitglieder ist sozusagen auf den Willen Gottes ausgerichtet.

Der Eigenwille muss gebrochen werden
Das Alte Testament ist für die Mitglieder die Glaubenspraxis. «Die Kinder müssen mit einer «Rute», Kochlöffel gilt auch, gezüchtigt werden, um ihren Eigenwillen zu brechen», so Schmid weiter. Bis im März des vergangenen Jahres war es sogar üblich, dass die Eltern den Ehepartner für die Kinder wählen konnten. «Dies hat sich aber geändert, als Saseks Kinder in das Ehealter kamen. Letzten März wurde diese Vorschrift wieder fallen gelassen», fügt Schmid abschliessend hinzu.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 24.01.2008 - 08:02:00