Keine Poker-Turniere ausserhalb Casinos
Appenzell. Die Innerrhoder Standeskommission (Regierung) ist gegen Poker-Turniere ausserhalb von Casinos.
Sie schliesst sich deshalb einer Beschwerde des Schweizer Casino Verbands gegen eine Verfügung der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) an.
Die ESBK hatte 2007 festgestellt, dass die Poker-Variante «Texas Hold’em» ein Geschicklichkeitsspiel darstellt und nicht unter das Glücksspielverbot fällt. «Texas Hold’em»-Turniere dürften damit auch ausserhalb von Spielbanken durchgeführt werden, sofern es die kantonalen Vorschriften zulassen würden.
Gegen die Verfügung der ESBK legte der Schweizer Casino Verband beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde ein. Das Verfahren ist hängig. Die Innerrhoder Standeskommission schliesst sich der Beschwerde an, wie sie am Freitag mitteilte. Die Öffnung des Spielmarkts bringe Risiken wie die Spielsucht mit sich, heisst es.
Zudem könnten solche Poker-Turniere das Lotteriegeschäft beeinträchtigen und die dem Kanton daraus zufliessenden Mittel reduzieren, schreibt die Innerrhoder Regierung im Communiqué.
Der Schweizer Casino Verband hatte das Bundesverwaltungsgericht auch um ein vorsorgliches Verbot der Poker-Turniere ersucht. Dieses Gesuch wurde Ende März abgewiesen.



























