«Keine geladenen Waffen in Dorfzentren»
Leserbrief. In einem Leserbrief äussert sich die CVP zum aktuellen Thema «Wache mit geladener Waffe» und appelliert gleichzeitig an die Gemeindebehörden.
«Die neue Wachtordnung der Armee verlangt im Grundsatz, dass militärische Einrichtungen und Objekte mit geladener, aber gesicherter Waffe bewacht werden. Allerdings lässt sie dem zuständigen Kommandanten grossen Handlungsspielraum. Diese Weisung ist deshalb differenziert anzuschauen.
Sinnvoll erscheint es sensible Einrichtungen wie Waffen- und Munitionsdepots sowie Fahrzeugparks (Geschütze, Panzer etcetera) bewaffnet zu schützen. Diese befinden sich auch meist ausserhalb des Siedlungsgebietes.
Da die Truppenunterkünfte meist im Siedlungsgebiet (Schulhäuser und Gemeinschaftseinrichtungen) muss hier die neue Wachtordnung kritisch hinterfragt werden. Wer trägt die Verantwortung, wenn durch Unachtsamkeit nur eine Person verletzt oder gar getötet wird? Die Schweiz ist nicht im Krieg und eine Wache mit geladener, gesicherter Waffe in Dorfzentren ist eine unverhältnismässige Massnahme.
Die CVP des Bezirks Weinfelden und der Ortsparteien Weinfelden, Berg, Bürglen, Märstetten und Bussnang/Amlikon-Bissegg bittet die Gemeindebehörden mit den zuständigen Kommandanten vor Ort Kontakt aufzunehmen um zu verhindern, dass in Dorfzentren Wachen mit geladener Waffe ihren Dienst leisten.
Die CVP appelliert auch an die militärischen Stellen von ihrem Handlungsspielraum Gebrauch zu machen und den neuen Wachtbefehl verhältnismässig anzuwenden.»



























