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Keine Förderung gentechfreier Landwirtschaft

Frauenfeld. Der Grosse Rat des Kantons Thurgau hat am Mittwoch eine Motion von GP-Kantonsrat Toni Kappeler mit 71 zu 32 abgelehnt.

Kappeler hatte eine gesetzliche Grundlage zur Förderung gentechfreier Landwirtschaft im Thurgau gefordert. Die geschützten Regionen sollten so gross sein, dass darin weiterhin gentechfreies Saatgut produziert werden könne, wurde in der Motion gefordert. Die Kantonsregierung hatte beantragt, die Motion nicht für erheblich zu erklären.

Noch mehr Klarheit über Nutzen und Risiken
Sie verwies darauf, dass schweizweit noch bis November 2010 das Moratorium für Lebensmittel aus gentechnikfreier Landwirtschaft besteht. Wie ebenfalls am Mittwoch bekannt wurde, will der Bundesrat das Moratorium sogar um weitere drei Jahre verlängern. Diese Zeit will er nutzen, um noch mehr Klarheit über Nutzen und Risiken der Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen zu gewinnen.

Bekannte Fronten
Vor Ablauf des Moratoriums sollten keine kantonalen Anbauverbote eingeführt werden, so die Kantonsregierung. Dieselbe Stossrichtung schlugen FDP, CVP und SVP ein, wobei CVP und SVP eine Moratoriums-Verlängerung um drei Jahre als wünschbar bezeichneten.

Die FDP dagegen wollte ganz generell kein Verbot der Anwendung von Gentechnik in der Landwirtschaft, weil damit Chancen vergeben würden. Vorbehaltlose Unterstützung bekam der Motion von SP und GP.

Es zeige sich, dass Konsumentinnen und Konsumenten keine gentechnisch veränderten Lebensmittel wollten, argumentierte die Linke. Damit könne die Thurgauer Landwirtschaft nur punkten, wenn sie sich für eine gentechfreie Landwirtschaft einsetzten.

ThurgauThurgau / 14.05.2008 - 15:41:00