Kardinaler Sieg im dritten Spiel
Volleyball. Amriswil holte in Lausanne mit 3:1 einen weiteren Sieg. Mit einem 3:0 Vorsprung steigt Amriswil nun in die Heimspielserie.
Das dritte Finalspiel um die Schweizer Meisterschaft war spannend, aber weniger hochstehend als die letzten Begegnungen der beiden Spitzenteams. Die Romands wechselten wieder sehr viel und starteten auch mit einer anderen Formation (mit Froesch, Brüschweiler und Reinmann in der Startformation anstelle von Chevallier, Raffaelli und Captain Wiacek).
Wiacek kam am Samstag gar nicht zum Einsatz. Den Thurgauern unterliefen zwar mehr Fehler als üblich und sie benötigten mehr Chancen, um erfolgreich die Ballwechsel abzuschliessen. Dennoch: «Auch weniger gute Spiele müssen wir zu unseren Gunsten entscheiden und das haben wir heute in einem kardinalen Spiel gemacht», zeigte sich Johan Verstappen zufrieden über den 3:0 Vorsprung in der Playoff-Finalserie.
Am nächsten Samstag können Sie erstmals den Meisterpokal an den Bodensee holen. «Ich erwarte am Samstag ein volles Haus und eine Bombenstimmung im Tellenfeld», freut sich Hans Weder, Präsident des Donatorenclubs 2005.
Drei Satzbälle im Ersten
Die Thurgauer stiegen mit einer guten Service- und Blockleistung in die Partie -zogen mit 16:11 ins zweite technische Time-out. Danach baute Amriswil etwas ab, setzte die Angriffsbälle ins Out oder schloss zu wenig konsequent ab. 22:22 hiess es dann beim ersten Time-out von Amriswil. Willi, Dailey, Rutishauser, Bär, Faure, Sinotti und Soares spielten sich drei Satzbälle heraus, Lausanne verwertete hingegen seinen ersten zum Stand von 26:28.
Mammutvorstellung im Dritten
Im Dritten unterliefen Amriswil zu viele Eigenfehler, um von Beginn weg genügend Druck machen zu können. Lausanne verteidigte gut und ging im dritten Umgang mit 14:15 erstmals in Führung. Umstrittene Entscheide führten in der Halle zu einer hektischen Stimmung. 15:18 für Lausanne, Amriswil liess nicht locker, 17:18, musste die Lausanner aber auf 18:21 ziehen lassen. Den Thurgauern unterliefen auch in dieser Phase unnötige Fehler praktisch auf allen Positionen. Das Team von Verstappen raffte sich nochmals zusammen, bewies in dieser Saison einmal mehr Stärke und erreichte ein 22:22. Beim 24:23 hatte der TVA Volleyball den ersten Satzball von insgesamt deren sechs. Bis zum 29:28 konnten die Thurgauer immer einen Punkt vorlegen und letztlich das 30:28 für sich verbuchen. Aus der Sicht des Publikums und der Westschweizer Fernsehübertragung sicher ein toller Satz, aus Sicht des Titelanwärters Amriswil eine unnötige ‚Ehrenrunde’.
Einwegvolleyball im Vierten
Damit war die Entscheidung gefallen – zumindest für diese dritte Finalpartie. Amriswil brachte kurz vor Schluss noch Polony für Soares und Perler für Bär. 25:11 lautete das schon fast brutale Resultat am Ende des vierten Satzes. Lausanne brach vollends zusammen, wirkte konzept- und ratlos. Jetzt schaut alles auf den nächsten Samstag, wenn um 17 Uhr zur vierten Finalpartie angepfiffen wird. Dann liegt es voll und ganz in den Händen der Amriswiler Crew, Vereinsgeschichte zu schreiben: erstmals den Meistertitel zu gewinnen – und dies gleich im Double mit dem Cupsieg 2009.



























