Kantonsstrasse Zürchersmühle ist gesperrt
Zürchersmühle. Die Kantonsstrasse Zürchersmühle ist gesperrt. Grund ist umfangreicher Felsabtrag für den Ausbau der Strecke.
Die Kantonsstrasse Zürchersmühle – Gonten ist gesperrt. Grund ist ein umfangreicher Felsabtrag im Mushäldeli für den Ausbau der Strecke ab dem Wald hinter dem Schulhaus Lehnen bis zur Chronbachbrücke.
Etappe um Etappe frisst sich der Baggerfräskopf der Felswand nach runter. Sorgsam und exakt steuert der Maschinist sein Gerät. Die neue Felsoberfläche muss genau stimmen, denn hinterher kann der Bagger die oberen Felspartien nicht mehr erreichen. Die harte Nagelfluh zerfällt beim Abbau zu schönstem Kies. Das kantonale Tiefbauamt führt das begehrte Material auf ein Zwischenlager – und wird es auf kommenden Baustellen in der Region wieder einsetzen.
Nach dem Felsabtrag werden die Stützmauern teils neu erstellt oder saniert. Dann erfolgt der Strassenbau mit den Entwässerungsleitungen und den Belagseinbauten. Aus Sicherheits- und Platzgründen können die Arbeiten nur ohne Verkehr ausgeführt werden, die Strasse bleibt daher bis Ende Juni gesperrt. Anschliessend erfolgt eine einseitige Verkehrsregelung mit Rotlicht.
Standard der 50-er Jahre
Der Strassenabschnitt weist heute den Standard der 50-er Jahre auf – als einer der letzten Abschnitte im Netz der Kantonsstrassen erster und zweiter Klasse. Grössere Fahrzeuge können nur mit Mühe kreuzen. Die gestiegenen Anforderungen an den Verkehr verlangen einen zeitgemässen Ausbau der Strecke. Die Strasse wird auf sechs Meter Fahrbahn verbreitert.
Trotz des langen Winters konnte auf dieser Baustelle bereits früh begonnen werden, so dass das Bauprogramm eingehalten werden kann. Die Gesamtkosten des Ausbaus betragen knapp 2.15 Millionen Franken, die Gemeinde Hundwil beteiligt sich mit rund 100’000 Franken.
Die Sanierung des Strassenstücks ist die letzte grosse Arbeit im Strassendreieck Zürchersmühle – Urnäsch –
Chronbachbrücke. In den letzten Jahren hat der Kanton hier knapp elf Millionen Franken in die Erneuerung der Strassen-Infrastruktur investiert; unter anderem für drei neue Brücken und einen Rad-Gehweg entlang der Appenzellerstrasse. Dieser wird heute von Einheimischen wie auch von den Gästen des REKA-Dorfes rege genutzt.



























