Kantonsschule Romanshorn wird ausgezeichnet

Romanshorn/TG. Am diesjährigen Preisausschreiben der Schweizerischen Zentralstelle für die Weiterbildung von Mittelschullehrpersonen (WBZ CPS) belegte die Kantonsschule Romanshorn den zweiten Platz.

Es wurden Schulen gesucht, die aufzeigen, wie selbständiges Lernen von Schülerinnen und Schülern in der Schulkultur verankert ist.

An der achten Preisausschreibung mit dem Thema «Maturaarbeit und Co. – selbstverantwortlich durchgeführte Arbeiten als Element zur Förderung des selbständigen Lernens an Mittelschulen» nahmen 14 Schulen der Sekundarstufe II aus der ganzen Schweiz teil. Anlässlich der Preisverleihung in Bern erläuterte Alois Krähenmann, Rektor der Kantonsschule Romanshorn, die Hintergründe, die zum Schulversuch «Matura KiK» (Kompetenzen im Kontext) an seiner Schule führten. Er zeigte beispielsweise auf, dass die Zeit, die Schülerinnen und Schüler im Regelfall an einer Aufgabe am Gymnasium arbeiten, lediglich fünf Minuten betrage. An der Universität betrage sie eine Stunde. Mit der Einführung von zwei fünfwöchigen Modulen pro Semester werden sich Schülerinnen und Schüler bedeutend länger mit einem Thema befassen können und so lernen, längerfristige Projektaufgaben – wie sie in der Arbeitswelt gefordert sind – zu lösen. Gegen 30 Lehrpersonen sind derzeit daran, diesen Schulversuch auszuarbeiten.

Dabei werden Kompetenzen definiert, die fächerübergreifend gleich bezeichnet werden: Zusammenhänge als Konzepte und Methoden darstellen, Thesen argumentieren, Methoden sinnvoll verbinden, geeignete Textsorte zur Darstellung wählen. Durch die identische Benennung dieser Kompetenzen in unterschiedlichen Fächern und Kontexten werden diese systematisch und kontinuierlich aufgebaut. Die geforderten Kompetenzen finden auch in den Prüfungen ihren Niederschlag und werden eigens bewertet. In der Begründung der Jury heisst es denn auch, dass durch die Definition von erwarteten Kompetenzen in jedem Fach Transparenz unter Lernenden und Lehrpersonen geschaffen wird.

Die «Matura KiK» startet im August 2010 mit zwei ersten Klassen der Gymnasialen Maturitätsschule. In der aktuellen Entwicklungsphase werden aber bereits zahlreiche Elemente in einzelnen Klassen der Kantonsschule Romanshorn getestet und mit Erfolg umgesetzt.

Thurgau / 17.09.2009 - 10:35:58
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