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«Kantonsschule braucht die Schüler aus Rapperswil-Jona»

Wattwil/SG. Kantonsrat Donat Ledergerber aus Kirchberg hat eine einfache Anfrage eingereicht. Darin geht es um die Sicherheit des Bildungsstandortes Wattwil.

Die einfache Anfrage im Wortlaut:

Im Toggenburg kursieren seit einiger Zeit Gerüchte bezüglich des Stellenwertes und der Sicherheit des Bildungsstandortes Wattwil, namentlich der Kantonsschule Wattwil. Da die Talschaft ohnehin durch diverse Schulschliessungen, neuerdings auch auf der Sekundarstufe I, verunsichert worden ist, scheint es mir wichtig, wenigstens in dieser Frage Sicherheit zu bekommen.

Es scheint, dass die Regierung des Kantons Schwyz mit der Regierung des Kantons St.Gallen den Kontakt gesucht hat, um über die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II der Stadt Rapperswil-Jona und deren Beschulung an der Kantonsschule Ausserschwyz zu diskutieren. Die Kantonsschule Wattwil ist aber auf die Schülerinnen und Schüler der Region Rapperswil-Jona angewiesen.

Die Zahl der an der Kanti Wattwil beschulten Schülerinnen und Schüler darf eine gewisse kritische Grösse nicht unterschreiten, da sonst wichtige Aufgaben einer Mittelschule nicht mehr ohne Qualitätseinbusse erfüllt werden könnten (jährliche Unsicherheit über die Führung von Ausbildungsgängen und Schwerpunktfächern; zu geringe Schülerpopulation für einen qualitativ hochstehenden Kulturbereich; zu geringe Schülerpopulation für die Führung eines breiten Ergänzungsfachangebots: speziell die naturwissenschaftlichen Ergänzungsfächer wären akut bedroht; etc).

Wenn eine Kantonsschule nicht mehr das gesamte Ausbildungsangebot anbieten kann, verliert diese stark an Attraktivität. Die Kantonsschule Wattwil ist aber in ihrer gesamten Ausstrahlung von kaum zu unterschätzender Bedeutung für das Toggenburg. Im Kanton St.Gallen mit seiner «Geographie der langen Wege» ist es nicht sinnvoll möglich, dass sich die Mittelschulen auf bestimmte Ausbildungsschwerpunkte spezialisieren und dafür andere nicht anbieten, wie das beispielsweise im Grossraum Zürich möglich ist: die Schulwege würden damit für viele Schülerinnen und Schüler schlicht unzumutbar lang.

Die Gerüchteküche brodelt. Bereits wird in der Bevölkerung diskutiert, welcher Verwendung das leer stehende Gebäude der Kantonsschule Wattwil zugeführt werden könnte. Auch rätselt man in der Region, wieso es mit dem geplanten und längst fälligen Erweiterungsbau (kein Schulraumzuwachs sondern primär Arbeits- und Aufenthaltsräume für die Schülerinnen und Schüler) an der Kanti Wattwil nicht vorwärts geht.

St.GallenSt.Gallen / 25.03.2009 - 12:05:42