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Kanton Jura: Kantonspolizei präsentiert die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2021


Die jurassische Kantonspolizei präsentiert die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2021.

Die Zahlen steigen allgemein an mit 2780 Straftaten gegen das Strafgesetzbuch gegenüber 2447 im Jahr 2020 (+14%).

Die Statistik lässt eine Häufigkeit von Straftaten erkennen, die immer noch unter dem Schweizer Durchschnitt liegt und für alle drei Bezirke unter 40 Straftaten pro 1000 Einwohner gehalten wird. Die Aufklärungsquote für Verstösse gegen das Strafgesetzbuch liegt bei 46%, häusliche Gewalt ist deutlich angestiegen (+58%), die Zahl der rückfälligen jugendlichen Beschuldigten ist gesunken (7 im Jahr 2021 gegenüber 23 im Jahr 2020).

Auf der Ebene der Kriminalität zeigt die Bilanz für das Jahr 2021 einen Anstieg der Verstösse gegen das Strafgesetzbuch auf 2.780 Straftaten (gegenüber 2.447 im Jahr 2020), was einem Anstieg von 14% entspricht. Die Schweiz verzeichnet dagegen einen leichten Rückgang um 2%. Die Aufklärungsquote erreicht im Jura 46% (44.1% im Jahr 2020) gegenüber 41.9% im Schweizer Durchschnitt.

313 Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden 2021 begangen (-6%), mit einer Aufklärungsquote von 99%, 212 Verstösse gegen das Ausländergesetz (+9%, Aufklärungsquote 100%) und 416 Verstösse gegen andere Bundesgesetze (+85%, Aufklärungsquote 99% – Anstieg im Zusammenhang mit COVID-Verstössen).

104 minderjährige Beschuldigte, die mindestens eine Straftat begangen hatten, beschäftigten die Polizei im vergangenen Jahr, gegenüber 112 im Jahr zuvor. Es wurde ein Rückgang der Zahl der minderjährigen Beschuldigten im Strafvollzug festgestellt. Im Jahr 2021 waren es 7, während es 2020 noch 23 waren.

Auf geografischer Ebene und in Bezug auf die Häufigkeit und Entwicklung der Straftaten des Strafgesetzbuches verzeichnet der Jura somit 2’780 Straftaten, was einer Häufigkeit von 37.7%o (33.3%o im Jahr 2020) entspricht, während der Schweizer Durchschnitt bei 47.9%o liegt. In den Bezirken Delsberg und Franches-Montagnes bleibt die Häufigkeit der Straftaten unter 40%o, während sie in der Ajoie um einige Zehntel leicht über diesem Wert liegt.

1’494 Verstösse gegen das Strafgesetzbuch wurden im Bezirk Delémont begangen (Häufigkeit 38.4%o gegenüber 34.4%o im Jahr 2020), 987 im Bezirk Porrentruy (Häufigkeit 40.7%o gegenüber 36.7%o im Jahr 2020) und 299 in den Franches-Montagnes (Häufigkeit 28.5%o gegenüber 21.0%o im Jahr 2020). Damit liegen alle drei Bezirke deutlich unter dem nationalen Durchschnitt (47.9%o). Der Anstieg im Bezirk Ajoie ist auf eine Serie von Einbruchsdiebstählen zurückzuführen, die mit einem leichten Aufschwung der Strassenkriminalität verbunden ist.

Die Anzahl der Straftaten gegen Leib und Leben beläuft sich für 2021 auf 204 Straftaten (210 im Jahr 2020, -3%), mit einer Aufklärungsquote von 91.7%. Im Jahr 2021 wurde kein Tötungsdelikt begangen. Hingegen wurde ein Fall wegen versuchter Tötung mit 2 Straftaten registriert (Strassenschiesserei in Delémont). Die schweren Gewalttaten stiegen 2021 auf 8 Straftaten (2020: 7 Straftaten).

Die häusliche Gewalt ist deutlich angestiegen (+58%), von 143 Straftaten im Jahr 2020 auf 226 Straftaten im Jahr 2021. Auf Schweizer Ebene ist ein Rückgang um 4% zu verzeichnen. Es wurden keine schweren Körperverletzungen festgestellt und die einfachen Körperverletzungen sind deutlich zurückgegangen (16 Straftaten im Jahr 2021 gegenüber 24 Straftaten im Jahr 2020, d.h. -33%). In der Schweiz wurden 23 Tötungsdelikte infolge von häuslicher Gewalt und 43 versuchte Tötungsdelikte verzeichnet. In diesem Bereich ist im Jura ein deutlicher Anstieg der Anzeigen im Zusammenhang mit Tätlichkeiten (+58%), Beleidigungen (+165%), Missbrauch einer Telekommunikationsanlage (+225%) und Drohungen (+46%) zu verzeichnen.

Die Zahl der Vermögensdelikte stieg leicht an (+15%) und belief sich auf insgesamt 1’684 Straftaten (1’465 im Jahr 2020). In der Schweiz ist ein leichter Rückgang um 2% zu verzeichnen.

Im Jahr 2021 verzeichnet der Einbruchdiebstahl einen Rückgang (-27%), die Zahl der Diebstähle durch Einschmuggeln steigt (+23%). Im Jahr 2021 ist die Reisekriminalität weiterhin gering und hauptsächlich in den Grenzgebieten angesiedelt. Sie wurde sehr schnell aufgedeckt. Der Diebstahl von Elektrofahrrädern von zu Hause aus ist explosionsartig angestiegen (73 im Jahr 2021 gegenüber 13 im Jahr 2020). Die Identifizierungen und Festnahmen waren hoch, wie die Identifizierungsrate der PKS (46 %) zeigt.

Die Anzahl der Raubüberfälle im Jahr 2021 betrug 4 Straftaten (gegenüber 9 im Jahr 2020) mit einer Aufklärungsquote von 75% (3 Geschäfte und eine Fabrik). Bemerkenswert ist ein Raubüberfall mit Freiheitsberaubung und Geiselnahme in einer Fabrik im Bezirk Delémont. Dieser Fall ist Gegenstand einer GEG (gemeinsame Ermittlungsgruppe) zwischen den Justizbehörden der Schweiz und Frankreichs.

Straftaten gegen die Ehre, den Geheim- oder Privatbereich gingen ganz leicht um 6% zurück, d.h. 174 Fälle im Jahr 2020 gegenüber 185 im Jahr 2019.

Die Straftaten gegen die sexuelle Integrität stiegen um 28% von 58 Straftaten im Jahr 2020 auf 74 Straftaten im Jahr 2021. 3 Vergewaltigungsdelikte wurden angezeigt

Quelle: Kapo Jura
Titelbild: Symbolbild (© au_uhoo – shutterstock.com)


JuraJura / 28.03.2022 - 23:37:27