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Kalbsbratwurst – 100 Prozent Kalb?

Appenzell. Tests zeigen: In einer Kalbsbratwurst ist viel mehr als nur Kalb. Wie steht es um das St. Galler Flaggschiff, die Olma Bratwurst?

Kantonale Labore berichtete heute über fehlendes Kalbfleisch in «Kalbsbratwürsten»: So enthüllen neue Studien, dass in 37 Prozent der Proben zu wenig Kalbfleisch enthalten ist. Vorschrift sind nämlich deren 51 Prozent. Das restliche verwertete Fleisch sollte vom Schwein stammen. Nun fand man sogar Spuren von Schaf- und Pouletfleisch in denen als Kalbfleisch deklarierten Würste. Getestet wurden mehrheitlich Nordwestschweizer Würste.

Die Königin der Bratwürste, die Olma-Bratwurst, geniesst einen hervorragenden Ruf. Ist dieser nach der veröffentlichten Studie in Gefahr?

Der regionale Metzgereiverband winkt gegenüber appenzell24.ch ab: «Der Anteil an Kalbfleisch wird bei unserer Wurstproduktion vorschriftsgemäss eingehalten. Getestet wird das sporadisch, etwa jährlich.»

Verwirrend daran: Bei der weit über die Grenzen beliebten Olma-Bratwurst beträgt der erforderte Anteil Kalbfleisch bloss 24 Prozent, bei den «gewöhnlichen» Kalbsbratwürsten wären fünfzig Masseprozent Kalb im Fleischanteil Pflicht – mehr als das Doppelte.

Der Metzgereiverband versichert, dass die St. Galler Kalbsbratwurst mindestens 24 Prozent Schweizer Kalbfleisch und maximal 20 Prozent Schweizer Schweinefleisch als Geschmacksträger enthält. Weiter sind in der leckeren Olma-Bratwurst Milch oder Milchpulver und Milcheiweiss aus einheimischer Produktion enthalten. Für die nötige Würze sorgt Pfeffer und Macis, die milde Variante der Muskatnuss.

Laut dem Metzgereiverband ist der Lebensmittelinspektor des jeweiligen Kantons zuständig. Dabei werden zufällig, jedoch mindestens einmal pro Jahr, Kalbsbratwürste aus Metzgereien und Grossverteilern ausgewählt und in Labors genau auf deren Inhalt untersucht. Der regionale Metzgereiverband, welcher für die Zertifizierung der Olma-Bratwürste zuständig ist, versicherte gegenüber appenzell24.ch, dass die Vorschriften bisher stets eingehalten wurden und bei Nichteinhaltung mit Strafen zu rechnen ist.

In diesem Sinne «en Guätä».


Mehr Informationen zur originalen OLMA-Bratwurst

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 09.09.2008 - 09:11:00