
Juniorinnen des UH Appenzell sind Schweizermeister
Unihockey. Der UH Appenzell durfte dank den A-Juniorinnen den grössten Erfolg seiner 15 jährigen Vereinsgeschichte feiern.
Die ältesten Juniorinnen blieben am Finalturnier im Neuenburgischen Gorgier ungeschlagen und sind damit Scheizermeister 2009. Sie sind somit die besten Unihockey-Kleinfeld-Juniorinnen der Schweiz.
Vorrunde am Samstag
Am Samstagmorgen, reisten die A-Juniorinnen an die Schweizermeisterschaft in die Westschweiz nach Gorgier (NE). Sie hatten sich mit ihrem souveränen Gruppensieg in der Meisterschaft für diese Finalrunde der besten 6 Teams qualifiziert.
Am Neuenburgersee angekommen machte sich die Mannschaft für das erste Spiel bereit. Nach der dreistündigen Busfahrt waren ein paar lockere Laufübungen an der frischen Luft angesagt. Das Trainergespann Urs Schürpf und Remo Christ bereitete in der Zwischenzeit das Mittagessen vor.
Dann ging es los. Das erste langersehnte Spiel gegen den UHT Wilderswil-Interlaken stand auf dem Programm. Die erste Halbzeit wurde mit 1:0 gewonnen, doch kurz nach Anpfiff zur zweiten Halbzeit fiel der Ausgleich zum 1:1. Doch die Appenzellerinnen zeigten Ehrgeiz und Siegeswille, sie nahmen das Spiel gleich wieder in die Hand und gewannen des erste Spiel schliesslich verdient mit 4:1.
Nach der Mittagspause stand der zweite Match gegen die einheimischen FSG Bevaix an. Die Fankulisse war gigantisch und es war schwierig sich untereinander zu verständigen, geschweige denn, Schiedsrichterpfiffe zu hören. Auch dieses Spiel gewannen die Appenzellerinnen souverän mit 10:3. Nach dem ersten Spieltag stand somit fest, dass sie zu den besten vier Mannschaften der Schweiz gehören würden. Am Abend das verdiente Nachtessen, anschliessend die Verschiebung nach Yverdon und der Zimmerbezug im Hotel. Als Bettmümpfeli gab es noch den versprochenen McFlurry fürs «Stängeli».
Halbfinal und Final am Sonntag
Nach einer – mindestens für die Trainer – schlaflosen Nacht, ging es am Sonntagmorgen nach dem Frühstück um die Wurst: Das Halbfinale gegen den UHCevi Gossau ZH stand vor der Tür.
Nach einer guten und sehr spannenden ersten Halbzeit stand es 3:1 für die A-Juniorinnen aus Appenzell. Die zweite Halbzeit ging im gleichen Stil weiter, so dass es am Ende der Partie 5:3 für Appenzell stand. «Finale ooo, Finale ooo» sangen die mitgereisten Fans auf den Stehrampen.
Nun galt es, die Mannschaft mit dem Mittagessen zu stärken und sie moralisch für das grosse Finale vorzubereiten. Für die Trainer gelt es, in der Spielpause den Anzug hervor zu nehmen. Damit wurde das Versprechen an die Girls eingelöst, dass sie sich bei einem allfälligen Finaleinzug auch entsprechend zu kleiden hätten. Der Gegner im Final hiess wie in der Vorrunde UHT Wilderswil-Interlaken. Nach dem Anpfiff gingen die Appenzellerinnen bald mit zwei Toren in Front, mussten aber noch vor der Pause die Gegentreffer eins und zwei hinnehmen. Nach der Pause konnten die Bernerinnen gar den dritten Treffer verbuchen. Damit geriet Appenzell erstmals überhaupt an dieser Finalrunde in Rückstand. Dazu kam auch noch eine Schrecksekunde für die Appenzeller Torhüterin. Diese blieb nach einem Foul am Boden liegen und hielt sich die Hand vor Schmerzen. Aber schon nach ein paar Minuten Pflege war sie wieder auf ihrem Posten und liess für den Rest des Spiels kein einziges Tor mehr zu. Die Mädels aus Appenzell drehten nochmals voll auf und gewannen das Spiel schliesslich verdient und souverän mit 6:3. Nun ertönte es von den Rängen: «Meister, Schweizermeister!»
Die Meisterfeier
Die Zeit, bis endlich auch der «Chöbel» (Pokal) in die Höhe gehalten werden durfte, kam den Appenzellerinnen vor wie eine Ewigkeit. Endlich war der grosse Moment gekommen, die Schweizerhymne erklang und die Goldmedaillen wurden umgehängt. Nach einer tollen und unvergesslichen Meisterfeier traten die neu erkorenen Schweizermeisterinnen die Heimreise in die Ostschweiz an. Zu später Stunde wurden sie auf dem Landsgemeindeplatz unter dem Jubel von Eltern und Bekannten sowie Vertretern des UH Appenzell empfangen. Die Feierlichkeiten mischten sich nun mit den Festlichkeiten nach der Landsgemeinde und kamen erst zu später Stunde zu einem vorläufigen Ende. Der grosse Erfolg wird auch am Unihockey-Nachtturnier vom kommenden Samstag noch einmal zu Gratulationen und Feierlichkeiten führen.
Dieser Triumph ist einer sehr kompakten Mannschaftsleistung zu verdanken. Herrliche Paraden der sehr konzentrierten Torhüterin, eine hervorragende Defensivleistung und durch traumhafte Kombinationen heraus gespielte Treffer konnten bejubelt werden. Jede einzelne Spielerin war mit mindestens einem Treffer im Abschluss erfolgreich. Der glänzende Meister-Pokal erinnert an ein tolles Unihockeywochenende, das ohnehin unvergesslich bleibt.
Foto mit Pokal – Für den UHA spielten:
hinten: Remo Christ (Trainer), Simone Broger, Corina Zwingli, Natalie Schürpf, Ramona Streule ©, Aline Manser, Urs Schürpf (Coach); vorne: Nicole Fässler, Désirée Fässler (Torhüterin), Tamara Schenk, Sarah Fuster;