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Junge in Geiselhaft des Proporz-Knorz

Leserbrief. Andrea Claudio Caroni spricht sich für ein «Nein» am 1. Juni aus.

«Den Proporzbefürworter-Parteien geht es vor allem um eines: Um politische Macht. Doch verfügen sie in den Gemeinden offenbar über zu wenige Persönlichkeiten, wel-che die Stimmbürger überzeugen könnten. Daher suchen sie nach einem Weg, ihre Parteigänger auf Listen ins Parlament zu schleusen.

Das wäre an sich nicht der Rede wert, wenn diese Parteien wenigstens zu ihren Machtgelüsten stehen würden. Politischer Einfluss ist ein legitimes Ziel. Doch was tun diese Parteien stattdessen? Sie versuchen, denn Stimmbürger für dumm zu ver-kaufen.

Sie verhüllen nämlich ihre durchsichtigen Machtwünsche in wohlklingenden, aber fa-denscheinigen Argumenten, wie „Fairness“, „Minderheitenförderung“ oder „Erneue-rung“. Insbesondere die „Fairness“ scheinen sie gepachtet zu haben, und wehe je-mand stellt ihr Gutmenschen-Fairness-Monopol in Frage.

Die grösste Unfairness in diesem Knorz ist aber die: Junge in Geiselhaft zu nehmen. Wie oft mussten wir Jungen uns schon anhören, der Proporz wäre zu unserem Wohl. Im Gegenteil! Erstens sind Proporzwahlen Geldwahlen – das können wir Jungen uns nicht leisten.

Zweitens sind Proporzwahlen Parteiwahlen – unabhängige Junge hätten nichts mehr zu sagen. Drittens sind Proporzwahlen Listenwahlen – wir Junge wollen aber Persön-lichkeiten wählen.

Sagen Sie daher Nein zu dieser durch Machtlust getriebenen Geiselnahme der Jun-gen. Sagen Sie daher am 1. Juni Nein zum Proporz-Knorz.»

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 21.05.2008 - 09:43:00