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Jungbürger experimentieren

Bühler. Genforschung zum Anfassen: Die Jungbürgerinnen und Jungbürger von Bühler mit Jahrgang 1990 erlebten einen spannenden und abwechslungsreichen Jungbürgertag.

Am letzten Freitag konnten die Jugendlichen zusammen mit einer Delegation des Gemeinderates und dem Gemeindeschreiber bei einem Besuch der Novartis ihre eigene DNA isolieren.

Wie isoliert man DNA? Wie macht man die Erbsubstanz sichtbar? Diese Fragen standen im Mittelpunkt in einem Schullabor der Firma Novartis in Basel. Die Desoxyribonukleinsäure (kurz DNA) ist ein in allen Lebewesen vorkommendes Biomolekül und Trägerin der Erbinformation. Sie enthält unter anderem die Gene, welche für die biologische Entwicklung eines Organismus und den Stoffwechsel in der Zelle notwendig sind.

Spass am Experimentieren
Bei einer kurzen Einführung in die Gentechnik wurde erklärt, dass sich die DNA einer Zelle im Zellkern befindet. Der Zellkern ist, wie die Zelle selbst, von der Zellmembrane umgeben. Wie andere Biomembranen besteht sie hauptsächlich aus Lipiden und Proteinen. Nach der Theorie die Praxis: Ziel des Versuches war, dass die Jungbürgerinnen und Jungbürger ihr eigenes DNA isolieren. Dazu musste mit einer kleinen sterilen Bürste zuerst einmal auf der Wangeninnenseite auf und abgefahren werden. Dabei lösten sich genügend Zellen, aus denen das DNA isoliert werden konnte. Unter professioneller Anleitung wurde im Schullabor gearbeitet. Die wichtigsten Schritte dabei waren das Sammeln und Aufbrechen der Zellen sowie das Ausfällen der DNA mit Salzlösung. Das Resultat war eindrücklich: Die DNA erwies sich am Schluss als ineinander verflochtene kleine weisse Fäden. Bei diesem Experiment ging es vor allem darum, den jungen Leuten einen Einblick in die Gentechnologie zu geben, wobei bei einer Analyse die Isolation der DNA nur ein Schritt unter vielen ist. In der abschliessenden Diskussion wurde auch über die Vor- und Nachteile sowie über die Chancen und Risiken der Gentechnik gesprochen. Ein abschliessender Rundgang durch das Novartis-Campus zeigte eindrücklich die Dimensionen der weltweit tätigen Firma, welche allein in Basel fünftausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Zukünftige Behördenmitglieder
Zurück in Bühler zeigte sich die Gemeindepräsidentin, Ingeborg Schmid, bei der Besichtigung des Gemeindehauses und beim Apéro sehr zufrieden mit dem Verlauf des Jungbürgertages. In einer kurzen Ansprache ermunterte sie die jungen Erwachsenen, die mit dem Erreichen des 18. Altersjahres erworbenen Rechte auszuüben aber auch Pflichten zu übernehmen. Sie hoffe, dass viele vom Abstimmungs- und Wahlrecht Gebrauch machen werden. Im Weiteren wünsche sie sich, dass sich die jungen Menschen irgendeinmal für die Arbeit in den gemeinderätlichen Kommissionen zur Verfügung stellen werden.


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Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 27.08.2008 - 08:33:00