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Jugendliche Kampftrinker

Immer mehr Jugendliche werden wegen Alkoholmissbrauchs in Schweizer Notfallstationen eingeliefert. Im Appenzell Ausserrhoden macht sich dieser Trend in der Beratungsstelle für Suchtfragen bemerkbar.

In der Schweiz werden jeden Tag rund fünf Jugendliche oder junge Erwachsene wegen einer Alkoholvergiftung oder Alkoholabhängigkeit ins Spital eingeliefert. Die Behandlungen infolge Alkoholmissbrauchs nahmen im Vergleich zur ersten Untersuchung für das Jahr 2003 stetig zu. So lautet das Ergebnis der aktuellen Studie der schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit.

«Wir haben in den letzten Jahren immer mehr und immer jüngere Jugendliche, die wegen Alkoholmissbrauchs Hilfe benötigen», so Damian Caluori, Leiter der Suchtberatungsstelle im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Es gebe immer mehr Jugendliche, die sich während so genanntem «Kampftrinken» ums Bewusstsein bringen und im Spital landen. Vielfach seien es die Eltern der Minderjährigen, welche sich dann mit der Beratungstelle in Verbindung setzten und Hilfe suchten, meint Caluori.

«Es ist schockierend, wie die Opfer solcher Trinkexzesse immer jünger werden. Wir haben bei uns teilweise 13- und 14-Jährige in Behandlung», so Caluori weiter. Die Erfahrung zeige, dass es sich aber mehr um «Kampftrinker» handle und weniger um alkoholabhängige Jugendliche. «Wer mit über zwei Promille ins Spital eingeliefert wird und danach wieder aufwacht ist meistens froh, wieder erwacht zu sein. Ein solches Erlebnis kann auf die Jugendlichen also auch heilend wirken», meint Caluori.

Die Therapie dauere darum meistens nicht allzu lange. Zwischen zwei und maximal fünf Sitzungen würden den hilfesuchenden Familien als Erziehungsstütze dienen. «Wir können den Eltern wichtige Tipps geben bezügliche Ausgangsregeln für die Jugendlichen und strikten Massnahmen gegen den Alkoholkonsum ihrer Kinder». Laut Caluori braucht es meistens gar nicht viel, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 28.02.2008 - 15:29:00