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«Jugendliche in Gefahr?»

Herisau/AR. Fachleute diskutierten zu den Themen: «Suchtfragen», «Grenzen setzen», «Jugendliche in Gefahr?» und «Neue Medien».

«Es ist wichtig, dass die Eltern und die Schule über aktuelle Erziehungsfragen im Gespräch sind und zusammenarbeiten», sagte Schulleiter Markus Stäheli. Er dankte der Elterngruppe Wilen und dem Lehrerteam für die Initiative und die Organisation des Anlasses. Sidonia Zwyssig, die Vorsteherin der Schuleinheit Wilen, freute sich am Montag über die Anwesenheit von rund 80 Personen. Diese diskutierten engagiert und interessiert in vier Workshops.

«Wieviel Schokolade essen Sie täglich? Wie geht es Ihnen, wenn Sie an einem Tag gar keine Schokolade zu sich nehmen?», fragte Damian Caluori in «seine» Runde. Wann kann von Sucht geredet werden, wann (noch) nicht? Der Leiter der Beratungsstelle für Suchtfragen ging auf die Rolle der Eltern in der Prävention ein. Er informierte über die momentane Situation im Bereich der Suchtmittel: Die Zahl der jugendlichen Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsumierenden ist erschreckend hoch. Lösungsansätze wurden besprochen.

«Was haben Sie angestellt?»
Ein zweiter Workshop stand unter der Leitung von Claudia Bischofberger (Eltern- und Erwachsenenbildnerin). Sie liess an den Tischen zum Einstieg die Frage beantworten: «Was haben Sie selber früher angestellt?» In ihrer Gruppe ging es um das Setzen von Grenzen – immer wieder versuchen Kinder und Jugendliche, diese zu dehnen oder zu überschreiten: zum Beispiel beim längeren Aufbleiben, beim neuen Spielzeug oder beim höheren Taschengeldbetrag.

Im dritten Workshop behandelte Glen Aggeler, der Jugend-Kontaktpolizist, die strafrechtlichen Gefahren und Grenzen für die Jugendlichen. «Verglichen mit den heutigen Kommunikationsmitteln waren die Rauchzeichen der Indianer schon noch etwas ganz Anderes….» Inwiefern ist die Jugend gefährdet oder selbst gefährlich? Worauf ist zu achten, wie kann man Problemen entgegentreten? Ausführlich wurde über elektronische Medien (Mobiltelefon, Chat, Internet) informiert.

Vereinsamung, Realitätsverlust

Daniele Lenzo, Leiter des Jugendsekretariats Gossau und Dozent im Bereich Medien, führte durch den vierten Workshop. Dieser regte unter dem Stichwort «Clash of realities» (Zusammenprall der Realitäten) zur Auseinandersetzung mit neuen Medien an. Diese spielen eine immer dominantere Rolle, bergen aber auch Gefahren. Vereinsamung und Realitätsverlust sind zwei Beispiele dafür. Wer benützt wie oft welche Computerspiele? Woher stammen sie? Wie steht es um die Alterslimiten? Daniele Lenzo zeigte Statistiken, führte durch die Diskussion und beantwortete Fragen. Im Anschluss an die Arbeit in den vier Gruppen luden die Elterngruppe und das Lehrerteam die Teilnehmer zu einem Apero in die Wilen-Turnhalle ein.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 01.04.2009 - 09:17:15