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Jugendarbeit in Speicher als Beispiel für Heiden

Heiden/AR. An einer öffentlichen Orientierungsversammlung eurde die Bevölkerung über die geplante Jugendarbeit informiert, über die im Mai abgestummen wird.

Am 17. Mai entscheidet die Stimmbürgerschaft der Gemeinde Heiden darüber, ob in Heiden die Jugendarbeit professionalisiert werden soll, indem eine Stelle Jugendarbeit geschaffen wird. Diese Stelle ist mit 120 Stellenprozent geplant. Die Arbeit würde auf zwei Personen aufgeteilt, auf einen Mann und eine Frau.

An der öffentlichen Orientierungsversammlung wurde auch über die offene Jugendarbeit in der Gemeinde Speicher orientiert. Sie wird hier mit Erfolg schon seit zehn Jahren praktiziert: Ein positives Beispiel für Heiden.

Projekte mit Jugendlichen verwirklichen
Der Gemeinderat hat beschlossen, eine 120-Prozentstelle für Jugendarbeit zu schaffen – aufgeteilt auf einen männlichen und eine weibliche Jugendsozialarbeiter/in. Darüber wird am 17. Mai in Heiden abgestimmt. Dieser Stelle würden folgende Aufgabenbereiche zugewiesen:

– Verwirklichen von Projekten aller Art mit/ für/ von Jugendlichen aus Heiden;
– Erfassen von neuen Bedürfnissen von Jugendlichen, Anstossen und Coachen von entsprechenden neuen Angeboten der Jugendarbeit;
– Aufsuchende Arbeit in informellen Räumen der Jugendlichen und Erhaltung der-selben.
– Umfassende Vernetzung und Koordination zwischen Institutionen, Vereinen, Kirchen, Schulen und Behörden bei Jugendthemen.
– Leiten des Jugendtreffs Point (Organisation, Begleitung und Beratung der Mitarbeitenden)
– Öffentlichkeitsarbeit betreffend die Jugendarbeit.

Engagement auch der Kirchen
Die Kirche zeigte ihre Bereitschaft, die Professionalisierung der Jugendarbeit in Heiden zu unterstützen, indem

– die evangelische Kirche für die neuen Stelleninhaber Jugendarbeit im alten Pfarr-haus das ehemalige Büro der Pfarrerin kostenlos zur Verfügung stellt;
– die katholische Kirchgemeinde am 22. April im Voranschlag 2009 einen Beitrag von 5’000 Franken für das Jahr 2009 genehmigt hat.

Anerkannte Tätigkeit der Jugendarbeit in Speicher
An der öffentlichen Orientierungsversammlung orientierten Tanja Rissle, Sozialpädagogin, Teufen, und Walter Etterlin, Gemeinderat, FDP, Speicher, über das Thema Jugendarbeit am Beispiel der Gemeinde Speicher. In Speicher gibt es eine professionelle Jugendarbeit schon seit zehn Jahren. Tanja Rissle wirkte 1999 beim Aufbau der Jugendarbeit in Speicher mit. Walter Etterlin ist als Präsident der Kommission für Jugendfragen für die Jugendarbeit in Speicher zuständig.

In der Jugendarbeit in Speicher sind im Rahmen von 130 Stellenprozent vier Personen tätig. Drei Frauen zu 65, zehn und fünf Stellenprozent, sowie ein Mann mit 50 Stellenprozent. Das Budget beträgt pro Jahr netto 167’000.00 Franken. Die geplante professionelle Jugendarbeit in Heiden richtet nach den erfolgreichen Angeboten der Jugendarbeit in Speicher. Deren Zielgruppen sind Jugendliche im Alter von 13 bis 20 Jahren, aber auch Eltern und Bezugspersonen sowie Institutionen und interessierte Erwachsene, die mit jugendspezifischen Fragen und Probleme konfrontiert sind.

Zwei Drittel der Arbeitszeit investiert das Leitungsteam der Jugendarbeit in Speicher in die direkte Arbeit mit den Zielgruppen. Die Leitung des Jugendtreffpunkts pflegt regel-mässige Kontakte zur kirchlichen Jugendarbeit, zu den Schulhäusern sowie zu den Vereinen mit Jugendangebot. Die Jugendarbeiter arbeiten auch mit den Eltern zusammen.

Die offene Jugendarbeit in Speicher erbringt den sichtbaren Beweis, dass ihre Tätigkeit einen anerkannten, nachhaltigen Beitrag an die soziale Entwicklung der Gemeinde leistet. Die 80 Anwesenden an der öffentlichen Orientierungsversammlung konnten sich vom Wert einer professionellen Jugendarbeit überzeugen.

Hansjörg Ritter, Kommandant der Kantonspolizei, zeigte auf, dass Jugendliche sowohl Repression als auch Betreuung brauchen. Das Zusammenspiel der Jugendkontakt-Polizisten und der professionellen Jugendarbeit sei bewährt.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 11.05.2009 - 16:51:35