
Jodlerklub Echo vom Kurzenberg brillierte
Walzenhausen. Das Echo vom Kurzenberg brillierte am Samstag zusammen mit Gästen aus dem Emmental an der Abendunterhaltung in der MZA Walzenhausen.
Die Lachmuskeln bis aufs Äusserste strapazierte der Einakter „E würksami Rosskur“.
Wenn auf der Bühne der Mehrzweckanlage das Rednerpult mit einer Kränze, gefüllt mit Heu, ausgetauscht wird, ein Butterfass, Schellen und Talerbecken als Dekoration dienen, dann lädt der Jodlerklub Echo vom Kurzenberg mit Dirigentin Rosy Zeiter aus Wald zur Abendunterhaltung ein. Präsident Walter Graf, Walzenhausen, begrüsste im Speziellen neben zahlreichen Delegationen auch Gemeinderäte sowie Gemeindepräsident Clemens Wick mit Gattin.
Gäste aus dem Emmental
Immer wieder gelingt es dem Jodlerklub Echo vom Kurzenberg, in Verbindung mit einer weiteren Formation die grosse Besucherschar zu begeistern. In diesem Jahr kamen die Gäste aus dem Oberemmentaler Schangnau. Dabei handelte es sich um das Jodlerquartett „Chuelauene“, nach der gleichnamigen Alp im Bernbiet benannt. Die zwei Männer und Frau begeisterten sowohl durch ihre wunderbaren Stimmen als auch durch die Liederwahl. Ihr umfangreiches Repertoire reichte von „S’Hüttefüür“, dass Komponist Ernst Sommer seiner Freu gewidmet hatte bis zu dem witzig frechen „Klaus Heinrich“. Weil vor Wochenfrist eine Appenzellerin einen „Ihrigen“ geheiratet hatte, und ein Appenzeller in der MZA dem Quartett erzählte, dass er dort seine Frau kennengelernt habe, schlossen sie mit einer Zugabe, welche vom Heimweh nach dem Emmental berichtete.
Wunderbarer Chorklang – schöne Einzelstimmen
Der Jodlerklub „Echo vom Kurzenberg“ stand seinen Gästen in keiner Art und Weise hintennach. Sie brillierten mit einem für ihre Stimmen sehr gut gewählten Liedgut. Dirigentin Rosy Zeiter hatten den fünfzehn Männern und zwei Frauen die Zäuerli und Lieder bestens ausgesucht. Den Auftakt machte Andreas Hoh, Wald, mit einem Naturjodel, mit dem sie am Eidgenössischen Jodlerfest in Luzern die Note Eins, sprich sehr gut, errungen hatten. Es folgte das einfühlsame „Bergarve“. Natürlich fehlte weder das beliebte Talerschwingen, geschlossen mit einem präsidialen Juchzer noch das Schälleschöttle, ebenfalls bestens beherrscht von Präsident Walter Graf. Weitere Zäuerli nahmen Silvia Eisenhut, Grub, Bruno Nessensohn, Reute, und Max Nef, Oberegg, mit 42 Mitgliederjahren immer noch ein begnadeter Jodler und Sänger. Sein Bruder Melch Nef, Oberegg, feierte sein „40-Jahr-Jubiläum“ im Echo vom Kurzenberg. Ein Dank seitens Walter Graf ging ebenso an Heinz Rempfler für seine grosse Arbeit als Kassier und überall, wo Not am Mann sei.
Schmunzeln, glucksen und herzhaft Lachen
Beinahe einen Lachkrampf bekamen die Besucherinnen und Besucher nach der glänzenden gesanglichen Vorstellung, dem Losverkauf und einem Zwischenspiel der „Nesthocker“ Schwizerörgeli Formation aus Thal beim Einakter „E würksami Rosskur“ von Arthur Brenner. Erstmals führte Edmund Inauen einzig Regie, er war nicht auch noch auf der Bühne anzutreffen. Das frischgebackene eidgenössische Jodlerverband Ehrenmitglied bewies viel Geschick, die Laienschauspielerinnen und –schauspieler zu Höchstleistungen anzuspornen. Wie Metzgermeister Karl Fleischli (Bruno Nessensohn, Reute) von seiner Frau Paula (Marianne Nef, Oberegg) von seinen Bauchschmerzen befreit wird und was dabei deren Tochter Rösli (Pia Ulmann, Oberegg), Tierarzt Felix Graf (Hans Schmid, Wolfhalden) sowie Metzgergeselle Gusti (Beat Hohl, Wolfhalden), Lehrling Max (Chläus Eisenhut, Grub) und Dienstmädchen Anni (Vreni Hanimann, Thal) für eine Rolle spielen, sei nicht verraten, weil das Theater am kommenden Sonntag, 16. November, im Gemeindesaal „Krone“ in Wolfhalden, nochmals wiederholt wird. Gäste des Echos vom Kurzenberg sind dann das Buebechörli aus Stein sowie die Kapelle „Rond ond Schlääzig“ aus Oberegg.
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