Jodelclub Säntisgruess und Hanneli Musig im Toggenburg
Alt St. Johann/SG. Ein ganz spezielles Programm erwartet die Gäste am Samstag, 13. Juni in der reformierten Kirche in Alt St. Johann.
Der Jodelclub Säntisgruess führt das im letzten Jahr uraufgeführte Stück von Peter Roth «Grad wies de Bruuch isch» auf. Die Musikformation Hanneli Musig – ein Sextett, welches die volkstümlichen Tanzstücke unserer Urgrosseltern im Repertoire hat – wird das Konzert mit Vor- und Zwischenspielen umrahmen und für nostalgische Gefühle sorgen.
Am Samstag, 13. Juni feiert die Schweizer Nationalphonothek, die den Auftrag hat, Tonträger zu sammeln, zu erschliessen und für die Benutzung bereitzustellen, deren Inhalt in irgendeiner Weise einen Bezug zur Geschichte und Kultur unseres Landes hat - ihr 30-Jahr-Jubiläum in der Propstei in Alt St. Johann. Im Rahmen der Feierlichkeiten findet am Abend in der reformierten Kirche ein Konzert für die ganze Bevölkerung statt.
Das Brauchtum hat einen hohen Stellenwert
Seit einem halben Jahrhundert begeistert der Jodelclub Säntisgruess seine Zuhörerinnen und Zuhörer. Seinen Ruf als erstklassiger Jodelclub hat er mit vielen stimmungsvollen Konzerten, hervorragenden Naturjodelvorträgen an Jodlerfesten und aussergewöhnlichen Eigenkompositionen geschaffen. Der bekannte Toggenburger Musiker Peter Roth – er dirigierte den Chor zehn Jahre lang – schrieb und widmete den Sängern bereits mehrmals eigene Werke und Programme.
Am Samstag, 13. Juni führt der Jodelclub Säntisgruess das Stück «Grad wies de Bruuch isch» auf. Peter Roth hat dieses Werk für das 50-Jahr-Jubiläum des Jodelclubs komponiert. Es beinhaltet zwei Naturjodel und drei Lieder zum Thema Alpleben, Viehschau und Bettag.
Hanneli Musig bringen die Erinnerungen zum Klingen
Hanneli Musig besteht aus sechs Musikern, die allesamt verschiedene Instrumente spielen: Schwyzerörgeli, Klarinette, Violine, Blockflöte, Gitarre, Bass, Cello, Bratsche und verschiedene Perkussions-Instrumente. Die Hanneli Musig spielt nicht etwa jene Ländlermusik, die man auch andernorts oft zu hören bekommt. Nein, sie pflegen die Musik, nach der unsere Urgrosseltern zu tanzen liebten. Vor einigen Jahren wurde im Nachlass der Hanny Christen, von den Musikanten liebevoll «Musighanneli» genannt, eine umfassende Sammlung Schweizer Tanzmusik von 1830 bis 1960 entdeckt.
In höchst aufwendiger Arbeit hat Hanny Christen Melodien aus der ganzen Schweiz zusammengetragen und in 12’000 Tänzen handschriftlich festgehalten. Es ist eine Musik, welche sich in ihrer Einfachheit und Prägnanz deutlich von jüngeren Melodien unterscheidet und gerade deshalb ihren besonderen Reiz hat. Diese Schweizer Volksmusik-Sammlung ist nicht nur eine Sensation für die Schweiz, sie ist auch europaweit einmalig.



























