JFAR: Richtigstellung zum Proporz
Leserbrief. Ein Mitglied der Jungfreisinnigen Ausserrhoden (JFAR) wehrt sich gegen die Äusserungen der JSVP und nimmt Stellung zur Proporzinitiative.
Zum zweiten Male in einer Woche behauptet die JSVP, die Jungfreisinnigen Ausserrhoden (JFAR) hätten sich bereits zur Proporzinitiative geäussert. Das ist falsch und eine bewusste Unterstellung. Die JFAR werden ihre entsprechende Parole erst noch fassen.
An unserer Gründungsfeier vom 16. Februar kündigten wir einzig (und mit Augenzwinkern) an, dass die JFAR im Kantonsrat dereinst eine Fraktion bilden wollen. Über irgendwelche Initiativen wurde kein Gedanke verloren. Die Aussage der JSVP ist damit purer Schwindel in eigener Sache.
Da die JFAR-Parole noch aussteht, bemerke ich in eigenem Namen: Das Argument, der Proporz sei nötig, um Junge in den Kantonsrat zu bringen, ist schwach: Erstens können qualifizierte Junge ihre Wähler im aktuellen Wahlsystem viel direkter und ehrlicher überzeugen als im Proporz-Listenschacher.
Jener fördert eher Quoten-Junge ungeachtet ihrer Eignung. Zweitens zeigt auch die aktuelle Praxis, dass Jugendförderung mit Proporz nicht unbedingt zu tun hat: Von den aktuellen Kantonsräten wurde der jüngste in der Proporzgemeinde Herisau im Alter von 40 Jahren gewählt; die Majorzgemeinde Teufen hingegen wählte ihren jüngsten Vertreter schon im Alter von 35 Jahren.



























