Jeder zweite Lenker betrunken?
AR. Obwohl während der Olma mehr Leute betrunken fahren, führt die Polizei nicht vermehrt Kontrollen durch.
Das Ergebnis dieser Arbeit ist eher beunruhigend. Wie «20minuten» berichtet, hätte jeder zweite Autofahrer den zulässigen Grenzwert von 0.5 Promille überschritten. 18 Prozent der Getesteten seien sogar mit einem Wert von über einem Promille ins Auto gestiegen. Gemessen wurde, laut «20minuten», mit einem professionellen Alkoholmessgerät. In der Pendlerzeitung wird ausserdem die Frage aufgeworfen, warum die Polizei bei solchen Missständen nicht mit zusätzlichen Kontrollen reagiere.
Die Stadtpolizei wehrt sich nun gegen die Vorwürfe. «Dass 50 Prozent der Autolenker betrunken gewesen sein sollen, ist so sicher nicht richtig. Zum Beispiel wurde kein professionelles Alkoholmessgerät verwendet, wie es «20minuten» fälschlicherweise behauptet», stellt Petra Ludewig, Pressesprecherin der Stadtpolizei, klar. «Die Geräte der Polizei sind viel genauer und werden jedes halbe Jahr geeicht», so Ludewig weiter.
Es wurden aber noch andere Fehler gemacht. Wenn die Polizei einen Autofahrer positiv auf Alkohol testet, wird nach einer halben Stunde ein erneuter Test durchgeführt. In der Zwischenzeit hat der Getestete Zeit, sich den Mund mit Wasser auszuspülen um etwaige Alkoholreste zu beseitigen, die das Messergebnis verfälschen könnten. Diese Faktoren wurden von den Schülern nicht berücksichtigt, weshalb die Resultate verfälscht wurden.
In Appenzell Ausserrhoden sind jedenfalls nicht mehr betrunkene Autofahrer unterwegs als sonst auch. «Es läuft alles in einem normalen Rahmen ab. Die Zahl der alkoholisierten Autofahrer hat nicht zugenommen», so Hanspeter Krüsi von der Kantonspolizei Ausserrhoden. «Die Patrouillen kontrollieren natürlich Autofahrer, jedoch wenden wir für spezielle Alkoholkontrollen nicht mehr Personal auf als sonst.»



























