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Je gebildeter die Mutter, desto seltener sind Kinder geimpft

83,5 Prozent der Thurgauer Schulkinder sind beim Schulaustritt zweimal gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft.

Je gebildeter allerdings die erziehungsberechtigte Person ist, desto seltener sind die Kinder geimpft.

Ausserdem seien ausländische Kinder eher geimpft als schweizerische, teilt die Thurgauer Regierung in ihrer Antwort auf eine Interpellation von SP-Kantonsrat Bernhard Wälti fest. Diese Erkenntnisse aus einer Thurgauer Impfstudie deckten sich mit jenen aus einer Berner Studie.

Wolle man also eine 95-prozentige Durchimpfung der Schulkinder erreichen, müsse man bestrebt sein, vor allem die gut ausgebildeten Schweizer Erziehungsberechtigten zu gewinnen. Es seien eben nicht die sozial schlechter gestellten Kinder, die nicht geimpft würden.

Wenig Masern im Thurgau
Im Thurgau seien von Januar bis März 2008 ingesamt 25 Masernfälle gemeldet worden. Damit rangiere der Kanton im hinteren Drittel aller Kantone. Gesamtschweizerisch seien allein im März 450 Erkrankungen gemeldet worden. Zudem sei eine Dunkelziffer nicht gemeldeter Fälle wahrscheinlich.

Gegen Masern – für die es inzwischen einen separaten Impfstoff gebe – sollten die Kinder im zweiten Lebensjahr zweimal geimpft werden. Das gleiche gelte für die Röteln- und Mumps-Impfung. Anzustreben sei ein Impfschutz für mindestens 95 Prozent der Kinder, um die Ausbreitung der Krankheiten zu verhindern.

Masern sind ein Problem von Schweizer Kindern
Gegen Masern, Mumps und Röteln seien beim Schuleintritt 81 Prozent der Kinder zweimal geimpft. Von den Schweizer Kindern seien es 82,8 Prozent, von den ausländischen 92,4 Prozent.

Habe die Mutter einen tiefen Bildungslevel seien 81 Prozent der Schulanfänger zweimal gegen Masern geimpft. Mütter mit mittlerem Bildungslevel liessen 76 Prozent ihrer Kinder zweimal impfen. Mütter mit gutem Bildungslevel brächten nur noch 46,5 Prozent der Kinder zur zweiten Masernimpfung.

ThurgauThurgau / 16.05.2008 - 10:12:00