Jahreskonzert der Musikgesellschaft Brülisau
Brülisau/AI. Die musikalischen Darbietungen und das anschliessende Lustspiel sorgten für Stimmung und Applaus.
Unter der musikalischen Leitung des innovativen Dirigenten Roman Signer boten die Musikantinnen und Musikanten der Musikgesellschaft Brülisau am Sonntagnachmittag ein anspruchsvolles und sehr gut dargebotenes Konzert. Die musikalischen Darbietungen und das anschliessende Lustspiel sorgten für Stimmung und Applaus.
Claudia Manser
Das Programm der MG Brülisau bot einen gelungenen Querschnitt aus verschiedenen Epochen und wurde mit «Winter Games» eröffnet. Seit anderthalb Jahren obliegt das Präsidium des Vereins in den Händen von Matthias Mock. Er freute sich denn auch bei seiner Begrüssung über den guten Besuch in der vollbesetzten Turnhalle. Sein Wunsch, gute Unterhaltung bieten zu können, wurde von seiner Formation vollauf erfüllt. In der Folge führte Peter Müller auf lockere und humorvolle Art durchs Programm. Nach «The Faithful Hussar» von Heinrich Frantzen durfte er «Mein Bass» ankündigen. Mit weichen und warmen Klängen erfreuten das «Tête à Tête» und «Stay there». Bei den Solos wirkten die Klangkörper harmonisch und ausgeglichen.
Jungbläser
Mit «Vivaldis Gartenparty» und «Yesterday» von den Beatles wussten die sechs Jungbläser und Jungbläserinnen die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zu lenken. Sie ernteten viel Beifall für ihre gelungenen Darbietungen. Nach dem Jahreskonzert werden Drei zu den «Grossen» übertreten, so der sichtlich erfreute Dirigent. Für eine Dorfmusik ist es überaus wichtig, dass auf die Jungen gezählt werden kann. Nebst einem fleissigen Üben erachtet er den Besuch von Musiklager als besonders förderlich. Die Mädchen und Buben sind mit Gleichaltrigen zusammen und spornen sich gegenseitig zu Höchstleistungen an.
Dass die Musikgesellschaft unter Roman Signer mit Unterhaltung etwas anzufangen weiss, zeigte der zweite Konzertteil. Bei «Fascinating Drums» sorgten die Perkussionisten für die Rhythmik der Schlagzeuge. Ein Ohrenschmaus ist immer wieder der Titel «Mexican Holiday». «Das Musikantentrio» von Franz Watz erinnert in seinem Stile an den Musikantenstadel. Zum festen Bestandteil eines jeden Konzerts gehört auch der Auftritt der Stegreifgruppe. Diese setzt sich aus acht Mitgliedern der Musikgesellschaft zusammen und sie präsentieren das traditionelle Appenzeller Stegreifspiel; ein Spiel ohne Noten. Ihre Darbietung war bemerkenswert und tatsächlich eine gute Wahl. Mit Leroy Anderson’s «The Typewriter», mit einem präzise gespielten Xylophon besetzt, sollte das offizielle Programm eigentlich enden. Aber das wache Publikum an diesem föhnigen Sonntagnachmittag verlangte nach Zugaben. Mit einem traditionellen Marsch beschloss die MG Brülisau den musikalischen Teil ihres Konzertes endgültig.
Lacher und Applaus
Die Oberdorfer-Musik verfügt glücklicherweise auch über eine eigene Theatergruppe. Nach der Pause und dem Lösli-Kauf wurde das einaktige Lustspiel «Alpeluft und Muusgift» unter der Regie von Erich Koller aufgeführt. Die Rollen waren geschickt auf die sechs talentierten Laienschauspieler verteilt. Diese beherrschten ihre Theaterrolle von A bis Z. Auch das aufwändig gestaltete Bühnenbild erntete viel Lob. Dem gutgelaunten Publikum hat das mit viel Herzblut vorgetragene Lustspiel bestens gefallen. Das bewiesen die Lacher und der grosse, anhaltende Applaus.
Am kommenden Samstag, dem 5. Dezember geht die zweite Unterhaltung über die Bühne. Anschliessend spielen die «Chaschtehöckler» zum Tanze auf. Billette können bei Eveline und Arthur Schiegg, Horst, Brülisau bezogen werden. Und wie heisst’s im Programm der Musikgesellschaft Brülisau «Sönd Wöllkomm».



























