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Jägerschaft verblendet Strassen wegen Wildtieren

Rehetobel/AR. In Appenzell Ausserrhoden kamen allein im Jahre 2008 mehr als 250 Wildtiere – vorwiegend Rehe - durch Zusammenstösse mit Motorfahrzeugen ums Leben, eine erhebliche Dunkelziffer nicht gerechnet.

Die Jägerschaft ist bestrebt, diese hohe Quote durch visuelle Abschreckungsmassnahmen zu reduzieren.
Im Kanton Appenzell Ausserrhoden mit seinem dichten Strassennetz und kleinräumig strukturiertem Gelände gehören Zusammenstösse mit Motorfahrzeugen zu den häufigsten Todesursachen der einheimischen Wildtiere. Seit 2008 hat die Jagdverwaltung Appenzell Ausserrhoden deshalb an besonders gefährdeten und stark befahrenen Strassenabschnitten akustische Wildwarngeräte installiert. Die Jägerschaft bemüht sich zudem durch das Aufhängen von reflektierenden Folien und Körpern entlang der Strassen, das Risiko von Zusammenstössen zu verringern.

Dabei wird mit verschiedenen Methoden eine Reflektion des Scheinwerferlichtes erzielt – die Fabrikate reichen von reflektierenden, an Baumstämmen und Pfählen befestigten Folien bis hin zu beweglichen, spiegelnden Körpern. Sie bezwecken, durch das plötzliche Aufblitzen im Scheinwerferlicht eines herannahenden Motorfahrzeuges das sich nähernde Wild vom Überqueren der Strasse abzuschrecken.

Ebenso wichtig ist aber die Signalwirkung für den Fahrer – aufgehängtes Verblendmaterial soll ihn daran erinnern, dass mit auftauchenden Wildtieren gerechnet werden muss und die Fahrweise entsprechend anzupassen ist. Ein typisches Beispiel ist die Strasse von Rehetobel nach Speicherschwendi.
Wenn ein Reh die Fahrbahn überquert, so ist zu erwarten, dass weitere folgen könnten. Insbesondere im Frühjahr verschieben sich die Rehe oft über weite Strecken, um sonnseitig an das erste Grün zu kommen. Eine weitere kritische Zeit ist die Brunft im Juli und August.

Gewiss lassen sich Kollisionen mit Wild oft nicht verhindern. Erhöhtes Risikobewusstsein und angepasste Fahrweise retten aber bestimmt manchem Wildtier das Leben. Wenn es trotzdem zu einem Zusammenstoss kommt, so ist unverzüglich die nächste Polizeistelle anzurufen – auch dann, wenn das Wild nach dem Zusammenstoss geflüchtet ist. Oftmals verenden die Tiere mit inneren Verletzungen in einem nahen Versteck.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 17.06.2009 - 08:32:47