«Ja zur Proporzinitiative»
Heiden/Gais/Herisau. Die Ausserrhoder EVP wird an drei verschiedenen Orten für ein Ja zur Proporzinitiative am 1. Juni werben.
Seit 1918 wird das Proporzwahlsystem bei den Nationalratswahlen laut EVP erfolgreich angewendet. In Appenzell Ausserrhoden konnte es sich bislang aber nicht durchsetzen. Dies soll sich am 1. Juni ändern. Mit einem Ja zur Proporzinitiative erhält Ausserrhoden ein Wahlsystem, das es ermöglicht, dass nicht wie bisher im Majorz nur die Interessen der Mehrheit, sondern auch die Interessen von Minderheiten in Parlament und Regierung fair vertreten sind.
Proporz entscheidend für Zukunft der EVP
Mit dem Proporz wird laut EVP die politische Landschaft in Ausserrhoden farbiger und vielfältiger, da auch kleinere Parteien Chancen auf einen Sitz im Kantonsrat erhalten und damit Minderheiten eine Stimme bekommen. Darum ist die Proporzinitiative für die EVP die entscheidende Abstimmung für die weitere Zukunft. Wird sie angenommen, hat die Partei reelle Chancen in allen Kantonsteilen Kantonsratssitze zu erringen. Wird sie abgelehnt, wird dies nicht möglich sein und der Schwerpunkt ihrer politischen Aktivitäten wird sich auf Herisau beschränken.
Warum Proporz?
Ziel der Proporzinitiative ist die Einführung des Proporzwahlsystems anstelle des heute gültigen Majorzwahlsystems. Die Volksabstimmung, die am 1. Juni stattfindet wird nebst der EVP auch von der SVP, CVP und SP und einigen FDP sowie parteiunabhängigen Kantonsräten unterstützt. Ein grosser Teil der FDP- sowie der parteiunabhängigen Kantonsräte lehnen den Proporz allerdings ab. Mit dem Proporz hat laut EVP jede Stimme in dem Kanton das gleiche Gewicht und führt zum gleichen Erfolg. Mit dem Majorz beziehungsweise dem gemischten Wahlsystem und den unterschiedlich grossen Wahlkreisen ist dies heute nicht der Fall.
Auch die EVP wird, ausgenommen in Herisau, vom aktuellen Wahlsystem laut eigenen Aussagen stark benachteiligt. Mit einer Änderung zum Proporz bestehen für die EVP reelle Chancen, auch in anderen Kantonsteilen Sitze für den Ausserrhoder Kantonsrat zu gewinnen.
Zur Information über das Proporzwahlsystem veranstaltet die EVP drei Proporzapéros. Bekannte Referenten zeigen auf, warum Proporzwahlen fairer und warum sie für den Kanton gut sein sollten.
Die Proporz-Apéros finden statt in:
Herisau
evang. Kirchgemeindehaus
Donnerstag, 21. Februar, 20 Uhr
unter anderem mit Hansueli Sturzenegger, Kantonsrat FDP, Herisau;
Werner Lieberherr, Kantonsrat EVP, Herisau
Gais
evang. Kirchgemeindehaus
Dienstag, 26. Februar, 20 Uhr
unter anderem mit Bruno Eigenmann, FDP, alt Gemeindepräsident, Trogen
Heiden
evang. Kirchgemeindehaus,
Freitag, 29. Februar, 20 Uhr
unter anderem mit Willi Rohner, parteiunabhängig, Kantonsrat, Rehetobel



























