«Ja zum bilateralen Weg»
Leserbrief. Adrian Künzli, Kantonsrat und Präsident des Gewerbeverbandes AR, äussert sich zu den Abstimmungen vom 8. Februar.
Wie alle Wirtschaftsverbände unseres Landes setzt sich auch der schweizerische Gewerbeverband mit Nachdruck für die Freizügigkeit ein. Etwa 15 Prozent aller KMU führen ihre Produkte und Dienstleistungen zum Teil direkt aus. Noch mehr weitere Betriebe sind Zulieferer für exportierende Unternehmen. Den übrigen nur im einheimischen Markt tätigen Firmen ist wohl bewusst, wie stark ihr Geschäftsgang am Erfolg auf dem internationalen Parkett partizipiert.
Wenn uns Gegner sagen, man bekomme das benötigte Personal aus der EU auch ohne Personenfreizügigkeit, dann scheinen sie etwas Wichtiges nicht zu wissen: In den Zeiten vor den Bilateralen – eine Epoche mit niedrigem Wachstum – war man behördlichen Schikanen ausgeliefert. Wäre überdies die Schweiz in einem vertragslosen Zustand ohne Koordination der Sozialversicherungen noch attraktiv für qualifizierte Leute?
Besonders nachteilig wäre die Aufhebung der Personenfreizügigkeit für die 5000 Unternehmen mit Niederlassungen im Ausland, hauptsächlich in der EU. Sie könnten ihre Schweizer Fachleute nicht mehr flexibel in die Tochtergesellschaft entsenden – eine Diskriminierung gegenüber der Konkurrenz innerhalb der EU!
Am 8. Februar geht es jedoch nicht nur um die Personenfreizügigkeit, sondern um Ja oder Nein zu den sieben bilateralen Verträgen. Nur mit einem Ja bleibt der Zugang zum EU-Markt offen – Ja zum bilateralen Weg!



























