
«Ja zu mehr Zollhäuschen?»
Leserbrief. «Parteifunktionäre aus dem SVP-Umfeld möchten die Beziehungen zur EU zerstören», schreibt appenzell24.ch-Leser Partik Louis zum Thema Personenfreizügigkeit.
Vor 1848 bestand zwischen den Kantonen kein freier Personen- und Warenverkehr. Für den zunehmenden wirtschaftlichen Austausch war diese Situation sehr hinderlich. Davon zeugen heute noch die vielen alten Zollhäuschen an den Kantonsgrenzen. Mit der Gründung des Schweizerischen Bundesstaates im Jahre 1848 konnte der Binnenmarkt innerhalb der Schweiz erstellt werden. Der Wegfall der Handelshemmnisse war die Grundlage für eine prosperierende Binnenwirtschaft der Schweiz Im Verhältnis Schweiz – EU werden die Wirtschaftshemmnisse über die bilateralen Verträge gelöst. Die Personenfreizügigkeit ist ein zentraler Pfeiler dieser Verträge. Diese erlaubt den Menschen einen ungehinderten wirtschaftlichen Austausch. Die wirtschaftlichen Potentiale in Bulgarien und Rumänien sind insbesondere für Schweizer Unternehmen beachtlich. Dieses Potential haben die EU-Staaten schon längst bemerkt, indem sie die EU-Mitgliedschaft dieser beiden Staaten forciert haben.
Eine Gruppe von Parteifunktionären aus dem SVP-Umfeld möchte nun die Beziehungen zur EU, unserem wichtigsten Wirtschaftspartner, zerstören. Diese Absicht ist für uns genauso schädlich, wie wenn wir den freien Personenverkehr innerhalb der Schweiz aufheben würden. Deshalb am 8. Februar: JA zur Personenfreizügigkeit!