JA zu HarmoS = JA zu den Bedürfnissen unserer Kinder
Leserbrief. Claudia Vieli Oertle, thurgau24-Leserin, erklärt in ihrem Leserbrief, weshalb sie überzeugt Ja zu HarmoS sagt.
Haben Sie, liebe Mütter und Väter, ihre Kinder schon einmal gefragt, wann sie in den Kindergarten eintreten wollen? Die meisten Kinder würden Ihnen antworten: «Darf i hüt scho go?».
Wenn ich Kinder beobachte, dann stelle ich fest, dass sie gerne mit anderen Kindern zusammen sind und viel voneinander profitieren. Ich empfinde die Offenheit auf andere zuzugehen, den Entdeckergeist, der Wille Neues zu versuchen und Fortschritte zu machen als äusserst wertvoll. Wir leben in einer Gesellschaft von Kleinfamilien, in denen Kinder wenig Kontakt nach Aussen haben. Dieser Tatsache müssen wir uns annehmen und neue Formen finden.
Klar ist für mich, Kinder brauchen Kinder für eine gesunde, umfassende Entwicklung. Sie brauchen grössere und kleinere Spielkameraden und Weggefährten, um sich Sozialkompetenz, Verständnis und Selbstwertgefühl anzueignen. Dadurch werden sie zur eigenen Persönlichkeit und sind fürs Leben gerüstet. Kinder müssen die Möglichkeit erhalten mit anderen Kindern aufzuwachsen.
Mit HarmoS nehmen wir diese Verantwortung zum Wohle unserer Kinder wahr. Wir geben ihnen ein Umfeld, das sie fördert, sie nicht benachteiligt, auch nicht, wenn die Eltern den Wohnkanton wechseln (müssen). Durch einheitliche Lehrpläne, den obligatorischen 2-jährigen Kindergarten und ein Angebot an Tagesstrukturen, das fakultativ genutzt und für Eltern beitragspflichtig ist, setzen wir die richtigen Rahmenbedingungen. Die national verbindlichen Bildungsstandards, die am Ende der 2., 6. und 9. Klasse geprüft werden, helfen den Arbeitgebenden zudem bei der Einstellung von Lehrlingen.
Deshalb sage ich am 30. November mit Überzeugung JA zu HarmoS.