Ja zu 65-Millionen-Umbau der Kantonsschule Heerbrugg
St.Gallen. Die Kantonsschule Heerbrugg soll bis 2013 für gut 65 Millionen Franken saniert und erweitert werden.
Der Kantonsrat hat heute den nötigen Kredit in erster Lesung gutgeheissen. Das letzte Wort hat das Volk im kommenden November.
Die Vorlage passierte das Parlament nicht ohne Diskussion. Anlass dazu gab vor allem die Höhe der Baukosten. An der Platznot in der Schule und der Baufälligkeit der Gebäude zweifelte niemand.
Kritische SVP
Herbert Huser (SVP, Altstätten) wollte die Vorlage an die Regierung zurückweisen. Das Projekt sei «völlig überrissen» sagte der Architekt. Baudirektor Willi Haag (FDP) hatte schon vor dem Votum Husers gesagt, der SVP-Mann operiere mit falschen Zahlen.
Haag erhielt verbale Schützenhilfe vom Rheintaler CVP-Mann Werner Ritter. Dieser sagte, an der Bauvorlage hapere es nicht, dagegen an der Fähigkeit der Gegnerschaft im Dreisatz-Rechnen. Ritter verglich die Tatsache, dass Schülerinnen und Schüler in Heerbrugg in Containern unterrichtet werden, mit «Käfighaltung».
Ja zu Solarenergie und Kunst
Der Rückweisungsantrag Husers wurde vom Parlament mit 90 zu 22 Stimmen abgelehnt. Mit 99 zu neun Stimmen trat der Kantonsrat auf die Vorlage ein. In der Spezialdiskussion stimmte der Rat auch einer Photovoltaik-Anlage für 500 000 und «Kunst am Bau» für 300 000 Franken zu. Die SVP wollte beides aus der Vorlage kippen.
Der Kantonsrat berät diese in der Junisession in zweiter Lesung. Das St. Galler Stimmvolk wird voraussichtlich im November dieses Jahrs über die Vorlage abstimmen. In zwei Etappen soll die Kantonsschule ab 2010 bis 2013 saniert und erweitert werden.



























