«Ist Toni Brunners Aussage wirklich deplaziert?»
Leserbrief. Der thurgau24.ch-Leser Arthur Bosshart findet Toni Brunners Aussage, dass es in der Schweiz fast wie in Simbabwe zugehe, gar nicht so abwegig.
In der Thurgauer Zeitung vom Donnerstag 10. Juli hies es, dass Nationalrat Werner Messmer über die Aussage Toni Brunners: „In der Schweiz gehe es fast wie in Simbabwe zu“, empört sei. Werner Messmer findet diesen Vergleich völlig deplaziert.
Aber ist dieser Vergleich wirklich so deplaziert? Wohl werden politische Gegner in der Schweiz nicht gefoltert, ermordet oder erpresst, wie Messmer dies auch richtig betont. Doch wer in den vergangenen Monaten die politischen Ereignisse in unserem Land beobachtet hat, und die Medien mit einem kritischen Auge verfolgt hat, der kann doch einige Parallelen feststellen.
Ich bin der Meinung, dass die Opposition in der Schweiz weder von den Regierungsparteien noch von den meisten Medien nur im Geringsten geduldet wird.
Ein grosser Teil von Zeitschriften, Radio und Fernsehen berichten über alle jene die politisch aktiv, aber nicht auf der Linie der Regierung sind, in einer derart negativen Art, dass diese in unserem System zugrunde gehen müssen. Gewisse Boulvard- Zeitungen schrecken, auch vor Lügen nicht zurück.
Wenn ich in verschiedene Zeitschriften, die Titel und die Inhalte der Berichte über die SVP lese, so fällt mir auf, dass diese Partei von den Medien buchstäblich zerzaust wird. Die Zeitungen schreiben und drehen ihre Artikel so raffiniert, dass eine Parteispaltung in möglichst allen Kantonen heraufbeschwört wird, und die Mitglieder sich fast schämen müssen, ein SVP Mitglied zu sein.
Wer nicht mit der Regierung mitmacht, der wird hier zu Lande nicht durch Mordkommandos fertig gemacht, nein die Medien können das mit Worten viel eleganter erledigen.
Wir brauchen keinen Führer mehr, um das Volk zu beschwören. Die Medien haben sich in der Volksbeschwörung derart perfektioniert, dass das Volk anstelle auf die Sonntagspredigt, lieber auf die Sonntagspresse hört und sich dahin führen lässt, wohin die Medien es auch wollen.



























