Internationaler Tag des Nichtrauchens
Heute ist der internationale Tag des Nichtrauchens. Wer sich für eine einmonatige Rauchpause vom 4. Juni bis 3. Juli 2007 verpflichtet, kann 5000 Franken gewinnen
Die Glimmstengel haben es in sich: Ob man seinen guten Neujahresvorsatz schon gebrochen hat oder sich gar nicht vorgenommen hat mit dem qualmen aufzuhören – über 60 Prozent der Raucher in der Schweiz wollen immer noch mit dem Tabakkonsum aufhören. Heute Donnerstag, am Tag des Nichtrauchens, wird man daran – vielleicht schmerzlich – erinnert.
Die Ausserrhoder Beratungsstelle weiss wies geht
Dabei eigenen sich stressarme Zeiten wie Ferien und Feiertage besonders gut dafür. Viele Menschen haben bereits einige Aufhörversuche hinter sich. Doch ist der Ausstieg mit fachlicher Unterstützung deutlich erfolgreicher. Die Beratungsstelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden bietet Einzelberatungen für Rauchstoppinteressierte an und hat ein Informationsblatt zusammengestellt, auf welchem verschiedene Methoden, Tipps und Adressen aufgeführt sind. So lässt sich schnell herausfinden, welche Methode für welchen Typ am besten geeignet ist.
Ein Monat rauchfrei – Der Wettbewerb
Anlässlich des internationalen Nichtrauchertages haben Rauchende die Möglichkeit, sich für eine einmonatige Rauchpause vom 4. Juni bis 3. Juli zu verpflichten. Wer durchhält hat die Möglichkeit bis zu 5’000 Franken zu gewinnen. Insgesamt werden einmal 5’000 Franken und zehnmal 500 Franken vergeben. Anmelden kann man sich direkt unter www.at-schweiz.ch.
Persönliche Rauchstopp-Beratung
Für Rauchstopp-Willige gibt es auch persönlich abgestimmte Rauchstopp-Beratungen. Andrea Heeb ist eine der Beratungspersonen, die dabei helfen können. Seit bereits fünf Jahren arbietet Heeb als Suchtberaterin bei der Beratungsstelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden. Im Interview erzählt sie von ihrer täglichen Arbeit.
Frau Heeb, wer nutzt das Angebot der kantonalen Beratungsstelle?
Das Angebot wird von Jugendlichen und Erwachsenen genutzt. Bisher kamen Menschen im Alter von 15 bis 55 Jahren in die Rauchstopp-Beratung. Alle wollen sich auf ihrem Weg zu einem rauchfreien Leben fachlich unterstützen lassen.
Warum wollen die Menschen mit dem Rauchen aufhören?
Die Einstellung zum Rauchen hat sich in den letzten Jahren verändert. Immer mehr Menschen wollen mit dem Rauchen aufhören. Zum einen sind es gesundheitliche Gründe, welche die Leute zu einem Rauchstopp motivieren. Zum anderen sind auch die gestiegenen Preise für Zigaretten, denn ein Paket Zigaretten kostet schon bald 6.30 Franken. Manche kommen auch wegen des Partners, weil es nun wirklich nicht genussvoll ist, einen Raucher zu küssen. Zudem ist es seit einiger Zeit wirklich schwierig, überhaupt noch einen Platz zu finden, an dem Rauchende nicht mindestens missmutig gemustert werden.
Gelingt es den Leuten, dich sich von Ihnen beraten lassen, tatsächlich aufzuhören?
Die Menschen, die sich bei uns für eine Rauchstopp-Beratung anmelden sind natürlich auch motiviert, die Zigarette an den berühmt berüchtigten Nagel zu hängen. Und ein erfolgreicher Rauchstopp ist mit einer fachlichen Beratung tatsächlich eher möglich. Eventuell kombiniert mit Nikotinsubstitution (Pflaster, Kaugummi usw.) erhöhen sich die Chancen um bis zu 30 Prozent.
Selbstversuche sind leider nach meinen Erfahrungen im Beratungsalltag nicht sehr erfolgreich. Man rechnet mit 0,5 bis 3 Prozent, die nach einem Jahr immer noch rauchfrei sind. Die meisten haben auch schon mehrere Versuche hinter sich, bevor sie den Weg auf unsere Beratungsstelle finden.
Kommen die Leute wieder zu Ihnen, auch wenn sie einen Rückfall hatten und wieder zur Zigarette greifen?
Ja, denn ein Rückfall ist beim Rauchstopp nicht zwingend ein Fiasko. Die meisten Leute brauchen mehrere Versuche. Sie finden es hilfreich, den Rückfall mit einer neutralen Fachperson besprechen zu können. Im Gespräch erkennen sie dann noch weiterführende Lösungsmöglichkeiten.



























