Integrationskonzept für Appenzell Ausserrhoden
AR. Der Regierungsrat schickt ein Konzept für die Integration von Ausländerinnen und Ausländern in die Vernehmlassung.
Bereits heute werden Angebote des Kantons und verschiedener Gemeinden rege benutzt. Diese sollen mit weiteren Angeboten ergänzt werden.
Mit dem Ausländergesetz hat der Bund Bestimmungen erlassen, die den Kantonen und Gemeinden neue Aufgaben im Bereich der Integration von Ausländerinnen und Ausländern übertragen. Gestützt auf diese Bestimmungen und eine Situationsanalyse hat der Regierungsrat letzten Sommer eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Diese erhielt den Auftrag, den Handlungsbedarf im Bereich der Integration aufzuzeigen und Handlungsempfehlungen sowie konkrete Integrationsangebote vorzuschlagen.
Arbeitsgruppe entwickelt neues Konzept
Die Arbeitsgruppe mit Vertretungen der Gemeinden und verschiedenen kantonalen Stellen hat unter der Leitung von Regierungsrat Jürg Wernli grundlegende Fragen zur Integration bearbeitet. Dabei wurden Integrationsziele bestimmt und ergänzend zu bestehenden Kursen weitere Angebote für Neuzuziehende wie auch für die einheimische Bevölkerung entwickelt. Daraus ist der Entwurf eines Integrationskonzeptes entstanden, zu welchem der Regierungsrat nun die Vernehmlassung bis zum 17. April 2009 eröffnet hat.
Belohnung und Forderung, Patenschaften
Innovativer Kern des Konzeptes bildet das Modell der «Integrationspyramide». Direkt nach dem Zuzug und abhängig von der Aufenthaltsdauer im Kanton werden der Spracherwerb, die Arbeitsintegration sowie die Alltagsbewältigung in der oft erst wenig bekannten Umgebung gefördert. Wichtig sind dabei auch die Vermittlung der hier gelebten Normen und Werte sowie darauf aufbauend ein Staatsverständnis für die Schweiz.
Gute Integrationsleistungen sollen dabei belohnt werden beispielsweise mit Beiträgen an erfolgreich abgeschlossene Sprach- und Integrationskurse. Andererseits ist vorgesehen, bei grundlegenden Integrationsschwierigkeiten über Vereinbarungen konkrete Leistungen einzufordern.
Innovativ ist auch die vorgeschlagene Einführung eines Mentoring-Programmes. Ausländerinnen und Ausländer, die bereits länger im Kanton wohnen, oder Schweizerinnen oder Schweizer können auf freiwilliger, ehrenamtlicher Basis «Patenschaften» übernehmen für neu zugezogene Migrantinnen und Migranten. Bei Bedarf begleiten sie die Neuzugezogenen bei deren Integrationsprozess und stehen für die Kulturvermittlung sowie Informationen und Ratschläge bei Alltagsfragen zur Seite.
Die Vernehmlassungsunterlagen können hier abgerufen werden.



























